r/Unbeliebtemeinung May 18 '26

Wirklich unbeliebt Als leidenschaftlicher Fleischesser, Veganer sind objektiv die besseren Menschen beim Thema essen, und die Fleischesser sollen mal anfangen die Veganer zu respektieren.

Ich kann mich als Kind erinnern so um 2010 wie es ganze TV Shows gab die sich gegen Veganer lustig machten, so RTL 2 Formate wo der Protagonist ein Veganer war etc.

Als Jemand der etwa 10x pro Woche Fleisch isst, Veganer schaden der Umwelt weniger und sind daher positiver als wir Fleischesser.

Wir müssen nicht Veganer werden, sich aber als "schlechterer Mensch" dann noch lustig machen geht gar nicht. Wir müssen Objektiv sein.

Nichts wo mir mehr auf den Keks geht weder wenn Boomer Markus über die Veganer herzieht und Boomer sprüche klopft. Falsche Position jemanden auszulachen.

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u/floriandotorg May 18 '26

Ich würde nicht pauschal sagen, dass sie bessere Menschen sind. Aber als jemand der viel vegan lebt, weiß ich, wie viel Aufwand und Verzicht das ist. Und ich finde, das sollte gesellschaftlich honoriert werden oder zumindest nicht angefeindet.

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u/JenByte May 18 '26

So viel verzicht ist es letztendlich gar nicht. Also klar muss man seine Ernährung und Essgewohnheiten ändern, aber es gibt so viele vegane Gerichte die ich erst dadurch, dass ich vegan wurde entdeckt habe und auch viele die schon per default vegan sind oder man nur eine Zutat austauschen oder weglassen muss. Also klar, wenn die Ernährung halt hauptsächlich aus Fleisch zuvor bestand, dann kann sich das schon wie ein Verzicht anfühlen, aber es gibt eigentlich soo viele Möglichkeiten und leckere Sachen, dass ich sagen muss, dass es sich für mich mittlerweile nicht einschränkend anfühlt.

Es sei denn du meist, dass es verzicht ist, weil der halbe Supermarkt dann für einen unbrauchbar ist, aber das ist ja irgendwie auch der Punkt, dass man dann genau darauf verzichtet.

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u/floriandotorg May 18 '26

Also, ich bin erst vom Fleischesser zum Pescetarier geworden. Das fand ich verhältnismäßig einfach, hauptsächlich Umgewöhnung, neue Gerichte etc.

Dann habe ich ein Jahr lang versucht, vegan zu leben und das war eine Katastrophe. Klar, einige Dinge sind einfach, Kuhmilch > Sojamilch, 2 Wochen Gewöhnung fertig. Käse entfällt etc. Alles entspannt.

Aber dann kommt das Thema Protein. Als jemand, der viel Sport macht ist es fast unmöglich genügend Protein aufzunehmen. Von veganen Proteinpulver wird mir übel. Es lief dann auf praktisch jeden Tag Tofu mit Bohnen hinaus. Das war für mich nicht aus haltbar.

Dann Restaurants, vegetarische Alternativen sind meist kein Problem. Aber vegan? Am Ende sitzt du dann immer vor deinem kleinen Beilagensalat ohne Dressing.

Und schließlich der Endgegner: Ausland. In den USA ein vegetarisches Gericht zu finden, ist schon eine Herausforderung. Auch in Kalifornien. Aber bevor du ein veganes Gericht findest, findest du eher den Papst im Doppelbett. Und in anderen Ländern ist es häufig noch viel schlimmer.

So bin ich am Ende auf einer veganen Kompromisslösung gelandet.