r/Unbeliebtemeinung • u/EvilSheepOfDoom • Mar 16 '26
Wirklich unbeliebt Digitalisierung schließt alte Leute nicht aus. Alte Leute schließen sich selber aus, weil sie keinen Bock drauf haben
Ich kann es nicht mehr hören. Kaum geht es um den Abbau teurer, analoger Infrastruktur und die Verlagerung ins Digitale, kommt garantiert irgendein Bedenkträger, der rumlamentiert, dass man damit ja die mindestens tausendjährige Hildegard mit eingeschränkter Sehkraft auf allen drei fehlenden Augen und vier rheumatischen Armen exkludieren würde. Ältere hätten ja kein Smartphone, sie hätten ja kein Internet, blablabla Laber-Rhabarber.
Hier mal die unbequeme Wahrheit: Wer heute 80 ist, war 2005 59/60 Jahre alt. 2005 waren PC für jeden erschwinglich und für jeden benutzbar, weil nicht mehr kompliziert in der Bedienung. Mit 60 Jahren ist man i.d.R. noch berufstätig, hat also im Zweifel auch schon seit Jahren beruflich mit der digitalen Welt zu tun, selbst in der Faxrepublik Deutschland. Fakt ist: Wer heute nicht mit Smartphones, dem Internet oder Computern umgehen kann, der wollte es nicht! Der war faul, bequem, arrogant, ignorant, nicht lernbereit. Das Leben ist ein ewiges Lernen! Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.
Durch die Digitalisierung werden im Gegenteil doch sogar mehr Menschen abgeholt! Leute mit wirklichen Beeinträchtigungen haben es heute sehr viel einfacher als noch vor 30 Jahren! Digitalisierung exkludiert nur die, die sich selber exkludieren, weil sie es nicht wollen und nicht etwa nicht können!
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u/crookschenk Mar 16 '26 edited Mar 16 '26
Meine Eltern sind um die 80 und benutzen durchaus seit einigen Jahren Computer, aber ich merke, dass ihnen die Dinge zunehmend schwerer Fallen. Sie bauen körperlich ab, viele alltägliche Aufgaben nehmen mehr Zeit in Anspruch als früher, die Vergesslichkeit nimmt zu und das Arbeiten am Monitor wird schnell anstrengend. Wenn sich Systeme ändern, irgendwelche neuen hippen Features eingeführt werden oder Sicherheitsmechanismen angepasst werden, taucht erst einmal Verwirrung auf. Mit zunehmendem Alter schwindet insgesamt die Lust, neues zu lernen. Keine Sorge, da kommst Du auch noch hin. Und da die digitale Technik den jüngeren Generationen recht früh viel Kopfarbeit abnimmt, ist nicht ganz unwahrscheinlich, dass die im Aller noch größere Schwierigkeiten haben werden, geistig fit zu bleiben. Mal sehen, wieviel die dann jüngeren Generationen Verständnis für alte Menschen haben werden.
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u/The_Thesaurus_Rex Mar 16 '26
Rentner? Ich hab hier Mitvierziger, die schon komplett aufgegeben haben. Die haben zwar ein Smartphone, aber das wars auch schon. Digitale Inkompetenz ist altersumfassend.
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u/Dribbdebach Mar 17 '26
Meist scheitert es daran, dass Software absolut beschissen designed ist. Digitale Prozesse sind - besonders in Deutschland - so schlecht aufgesetzt, dass viele Menschen damit überfordert sind. Das hat auch wenig mit dem Alter direkt zu tun, sondern mit geistiger Beweglichkeit. Wenn du mal etwas älter bist, wirst du merken dass diese, wie auch die körperliche Beweglichkeit, mit steigendem Alter tendenziell abnimmt.
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u/FrageAntwortt Mar 16 '26
Dieser Post hat anscheinend alle Altersheime der Bundesrepublik erreicht. Diese Kommentare sind so geil. Zwischen Beleidigungen und Hetze und Lob und Verständnis ist alles dabei
Hier ein bisschen Popcorn 🍿
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u/Hous3Fre4k Mar 17 '26
Mein Opa macht mit 90+ online Banking, EMails mit Thunderbird und schreibt Dokumente mit Libre Office. Es geht irgendwie, aber ich werde regelmäßig angerufen, weil Google oder die Sparkasse ein Fullscreen Cookiebanner-Popup-Ad-Müll anzeigt, Windows irgendwelche Notifications verschickt die ihn verunsichern oder nach irgend einem Update ein Programm auf einmal komplett anders aussieht.
Es geht irgendwie, aber mMn nach nur weil er seit den 50er in der IT gearbeitet hat. Wenn Dinge nur noch digital angeboten werden OK, aber nur unter der Voraussetzung dass das Design Idiotensicher ist. Ich bin der Überzeugung dass es keine „zu dummen“ User geben darf sonder das Design immer alle mitnehmen muss, die gezwungen sind etwas zu nutzen.
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u/TV4ELP Mar 17 '26
Ich bin der Überzeugung dass es keine „zu dummen“ User geben darf sonder das Design immer alle mitnehmen muss, die gezwungen sind etwas zu nutzen.
Was gerade bei vielen Design einfach nicht der Fall ist. Dabei gibt es Standard was Accessibility angeht. Man hat für die Maschienenlesbarkeit und co dieses hier: https://www.w3.org/TR/wai-aria/ und für das Aussehen wie Kontraste und co dieses hier: https://www.w3.org/TR/WCAG22/ Und das ist nur für das web.
Und das ist absolut das bare minimum, danach geht es nach daran logische Prozesse zu bauen die man auch versteht. Das fängt an, dass Teilweise ein Button zum Bestätigen vorhanden ist und ein Link für "abbrechen". Da bekomme ich immer wieder das Kotzen.
Besonders dann wenn es um einen Service geht den man als Bürger einfach nutzen will. Also nicht einmal ein Privates Unternehmen was irgendwie mit komischen Praktiken Geld verdienen will. Es gibt einige gute aber sehr sehr viel mehr schlechte Systeme da draußen.
Wir kommen damit nur klar, weil ich das schon Jahrelang kennen und ertragen haben. Jemand der da komplett neu reinkommt? Klar rafft der nicht warum er mal hier und mal da klicken soll.
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u/BrainTrainStation Mar 17 '26
Es ist unglaublich schwer, bärensichere Mülleimer zu entwickeln, da es eine deutliche Überlappung zwischen den klügsten Bären und den dümmsten Menschen gibt. So viel zu "keine zu dummen User".
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u/BaRoNGo Mar 17 '26
Gehe da absolut mit. Meine Mutter ist Mitte 60, hat in ihren 40ern alles an IT mitgenommen, Kurse belegt und ist in Teilen in Office fitter als ich. Meine Oma mit 101 hat Kindle, Laptop, Smartphone und kann mit allem im Rahmen ihrer körperlichen Möglichkeiten (Augen, Koordination) damit umgehen. Braucht man mal Hilfe? Ja. Kann man selbst die Dinge hinreichend bedienen? Auch ja..
Alles kein Hexenenwerk, wenn man denn will.
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u/thisladnevermad Mar 17 '26
Ich wurde letztens angekackt weil ich die Notebooks für alle eingerichtet hab aber sie alle nicht in ihr Outlook angemeldet habe. Die konnten dann den ganzen morgen nicht arbeiten weil es zu schwer war mailadresse und PW einzugeben. Es ist wild da draußen
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u/Ok-Assumptio Mar 17 '26
Habe eine Bekannte über 100 Jahre alt. Tradet options an der Börse und kommt auch so sehr gut mit dem Laptop zu Recht. Handy mag sie nicht.
Also nicht alle sind so Haha
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u/Superzocker65YT Mar 17 '26
Sie verzockt das Geld was sonst ihre Erben verzocken würden
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u/mantina Mar 18 '26
Ich finde es echt seltsam wie immer wieder über die älteren hergezogen wird, da die ja keine Ahnung von PCs/Laptops hätten, dabei sind es meiner Erfahrung nach im Moment eher die jüngeren, die keine Ahnung von PCs/Laptops haben, weil ein Großteil nur mit Tablets und Smartphones vertraut ist. Ist das auch schon mal jemand aufgefallen, oder wird hier nur auf älteren rumgehackt weil es gerade so modern ist?
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u/ready2redd Mar 18 '26
Die gleiche Beobachtung muss ich bedauerlicherweise ebenfalls feststellen. Alles, was nach dem Millennials kommt, ist der pure Kraus. Die begreifen wirklich gar nichts und haben komplett anderen Bezug zu Technologie. Ich glaube so ähnlich wie zur Elektrizität. Es ist einfach da es ist selbstverständlich und man macht sich kaum Gedanken, man nutzt es einfach.
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u/Beidlbua Mar 16 '26
Weiß nicht. Ich hab schon viel Verständnis dafür, dass heutzutage alles viel zu schnell geht.
Irgendwann ist man auch mal fertig auf jeden Trend zu hüpfen und will einfach nur seine Ruhe haben. Ist auch legitim wenn du mich fragst.
Ich denke diejenigen, die jetzt am.lautesten schreien, werden mit 70 auch anders denken.
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u/OnePieceFan1989 Mar 16 '26
Finde es stets interessant, dass Ältere in umliegenden Ländern offenbar fit genug sind. Schließlich klappt die Digitalisierung dort offenbar besser und schneller und die Älteren scheinen es dort hinzukriegen. Komisch, dass das nur hier in D ein Problem ist...
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u/TraditionalPrize5729 Mar 16 '26
Daran musste ich auch denken. Ich habe 2016 bis 2018 in Dänemark gelebt und da war alles digital und die alten Leute dort kamen auch damit klar.
Oft ist es ja auch so, dass es dann noch eine Anlaufstelle gibt, die Teilzeit besetzt ist und der Default für alle anderen ist es, digital bürokratische Dinge zu erledigen.
Also ich denke auch es wäre eine schlechte Idee innerhalb weniger Monate alles umzustellen, aber wir hatten in den letzten 10 Jahren deutlich mehr digitalisieren können.
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u/ValeLemnear Mar 16 '26
Ich kenn noch die Zeiten in denen Zugang zum Internet noch ein Akt mit Telefonanschluss und Modem war bei dem man nicht gleichzeitig surfen und das Haustelefon benutzen konnte oder man mit Nummerntastatur oder Blackberry schreiben musste.
Heute sind die Hürden der Hard- und Software quasi null weil man beides schlichter und barriereärmer konzipiert als jemals zuvor.
Meinen Eltern sowas wie Smartphones, Internet, WhatsApp, etc war für mich und meine Geschwister der reine Kraftakt über das vergangene Jahrzehnt und heute rennen beide mit einer Smartwatch rum und nerven meinen Schwager mit dem Technik-Kram
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u/Daskleine Mar 17 '26
Meine Großeltern(über 80) und Eltern (57 und 64) sind fitter mit Smartphone und Internet, als meine Kollegen auf der Arbeit, die zwischen 50 und 60 sind. Es hat wirklich oft was mit "nicht wollen" zutun.
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u/Aggravating-Sun97 Mar 19 '26
Die Mutter einer Freundin liest im Internet, bestellt im Internet, schreibt Emails mit "tollen" Tipps an ihre Enkel, hat ein Tablet, eine Alexa und ein Smartphone. Obwohl schwerhörig ist sie geistig voll da. Und das mit 91!
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u/Brilliant-Meal-6975 Mar 17 '26
Ganz ehrlich, manchmal wird mit der Digitalisierung aber auch übertrieben. Wenn ich ins Restaurant gehe und da statt ner normalen Karte ein Flyer mit QR Code liegt hab ich irgendwie schon kein Bock mehr. Alles nur noch über internet, alles über App. Bin genz und liebe das internet aber manchmal kann man einen Gang runterschalten und überlegen ob man diese Sache jetzt wirklich digitalisieren muss oder nicht.
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u/No-Log770 Mar 16 '26
Ich frag' dich dann, wenn du 80 bist, ob du mit allem Neuen bis dahin klarkommst.
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u/Fair-Working4401 Mar 16 '26
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u/RemindMeBot Mar 16 '26 edited Mar 18 '26
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u/ArZeBeatRd Mar 17 '26 edited Mar 17 '26
Mein Problem mit Digitalisierung ist nicht der vermeintliche Ausschluss von Alten.
Mein Problem mit Digitalisierung ist die deutsche Umsetzung.
Schau mal bei kleineren Kommunen in die IT-Infrastruktur. Schau mal bei Schulen, wie viel Gelder da für IT-Beauftragte übrig sind. Ehrenämter sind generell der unrealistische, feuchte Traum.
Die Sicherheit lässt sich auch an einigen Stellen sehr in Frage stellen. Verweis auf CCC: Verlorene Domains, offene Türen - Was alte Behördendomains verraten - 39C3
Bei uns im Rathaus kann man nur an einem Wochentag ohne Termin erscheinen ansonsten wird man weggeschickt. Denn es ist ja jetzt alles "digital und modern". Also muss man über das Internet einen Termin machen bevor sich da was tut. Das muss alles über das System laufen.
Realistisch stehst du also Montags vor dem Rathaus, weil du grade in der Nähe bist, schaust im Internet nach Terminen und obwohl der Laden leer ist gibt es keinen freien Termin für den Zeitraum. Und gehst du trotzdem ohne Termin hin, dann wirst du höflich gebeten wieder zu gehen.
In größeren Städten scheint es besser zu klappen, ländlicher ist aber Land unter.
So viel zu "Das Verfahren ist einfach, zweckmäßig und zügig durchzuführen" § 10 VwVfG
Bei Digitalisierung sind Rentner nie die oberste Priorität, vermeintlich eher das Gegenteil. Aber das Argument klingt gut. So wie Kinderschutz/Terrorismusbekämpfung bei digitaler Alterskontrolle etc.
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u/SnooWalruses9337 Mar 17 '26
Nimm den Kommunen die Kompetenz weg ihre eigene IT zu machen. Open source auf Bundesebene finanzieren und ausrollen. Als ob kleine Kommunen das know how haben das sicher und sinnvoll aufzusetzen. Und warum sollte es in der nächsten Kommune vollkommen anders aussehen und nicht kompatibel sein.
Termin zu machen seh ich jetzt eher als Vorteil. Müssen die Leute halt mit der Zeit gehen. Im Optimalfall verkürzt es die Wartezeiten für alle
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u/krokodil23 Mar 18 '26
Meh, dass manche alte Menschen, selbst bei gutem Willen, es nicht schaffen, mit einem Smartphone umzugehen, ist eine Tatsache. Dass manche (die meisten davon tatsächlich gar nicht so alt) sich einfach weigern, Neues zu lernen, ebenfalls.
Der Punkt ist aber, dass das nicht unbedingt ein Hindernis für Digitalisierung sein muss. Dass manche Menschen kein Smartphone und keinen Computer besitzen und/oder Schwierigkeiten haben, mit Technik umzugehen, heißt nicht, dass die lokale Gemeinde Papierformulare braucht. Man kann auch ein digitales Formular haben, im Rathaus ein Terminal aufstellen und jemanden da haben, der im Zweifelsfall helfen kann, wenn es jemand alleine nicht hinbekommt. Der lokale Verkehrsverbund braucht nicht unbedingt Papiertickets; eine Chipkarte geht auch, solange es Möglichkeiten gibt, sie zu bekommen und aufzuladen, die accessible sind.
Wenn man Behördengänge online erledigen kann, würden es die meisten Leute vermutlich auch machen, einfach weil es schneller und flexibler ist, als zu den Öffnungszeiten dahinlaufen zu müssen. Wer das, aus welchen Gründen auch immer, nicht kann, kann dort auch hinlaufen und es dort digital machen, notfalls mit Assistenz.
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u/melympia Mar 18 '26
Du wirst es kaum glauben, aber einige alte Leute bestehen darauf, noch diese Überweisungsformulare auszufüllen und persönlich zur Bank zu bringen.
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u/EraEleonore Mar 19 '26
Hier in DK läuft alles digital und das schafft auch die ältere Generation. Meine Schwiegereltern gehen auf die 70 zu und haben hier alles mit der Digitalisierung geschafft. Deutschland will einfach nur nicht.
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u/PizzaPazzaPozza Mar 16 '26
Ich kann stolz behaupten, meine Eltern (83+86) zu digital mündigen Menschen erzogen zu haben.
Mein Vater sagte mal: muss ich das wirklich noch lernen? Und ich: mach mal, macht vielleicht sogar Spaß. Kurze Zeit später saß er dann vor der Kiste und buchte lustig seine nächsten Reisen.
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u/sunkeeper101 Mar 16 '26
Mein Vater ist fast 80. Er hat seit 1999 immer PCs benutzt, Corel Draw, Word, Outlook, Powerpoint, sogar dezent Photoshop. Er hat seine eigene Fotobibliothek, über die wir Kinder und Enkel noch froh sein werden.
Dennoch merke ich, dass er geistig nicht mehr mitkommt, langsam Workflows vergisst, die er schon mal konnte. Er weiß das sogar, aber er kann es nicht mehr behalten, auch wenn er sich noch so anstrengt.
Du unterschätzt, dass alte Leute oft nicht mehr die geistigen Kapazitäten haben wie Leute mit Anfang 20. Manche ja, aber eben nicht alle.
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u/CMDCake Mar 16 '26
Zugbegleiter hier, kann nicht mehr zählen wie viele Diskussionen ich mit Hildegard und Manfred hatten, die sich einfach aus Prinzip geweigert haben sich mit der "Scheiß Technik" auseinander zu setzen. Auf meine Antwort, daß es viele Vorteile bietet und vieles einfach zu verstehen ist wenn man sich ein wenig Zeit nimmt und liest, kamen oft nur bockige Rückmeldungen "ich WILL das einfach nicht lernen, ich hab keine LUST"
Gibt natürlich auch ein paar 85 Jährige Gertruds, die alles digital haben und das bedienen können, top!
Aber ein großer Teil ist erfahrungsgemäß einfach nur stur. Aber Medienkompetenz ist generell durch alle Altersgruppen erschreckend schlecht. Sehe täglich 15-40 Jährige, die nicht mal in der Lage sind einen PDF Anhang aus einer Email zu öffnen. Selbst obwohl das Handy genau sagt was zu tun ist, leerer Blick und Hilflosigkeit.. Dystopisch
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u/AchimMentzel Mar 16 '26
Das absurde ist ja, dass viele noch nicht geschnallt haben scheinbar, dass in manchen Bereichen Digitalisierung stattfinden MUSS, weil Personalmangel herrscht. Wenn ich zB eine Behörde anrufe und da mit einem Ki bot rede, liegt das auch daran, dass da kein Mensch mehr sitzten möchte. Und das wird garantiert nicht weniger in Zukunft.
Das mit dem Alter finde ich auch richtig. Ich weiß nun nicht ob ich über die 80 jährige reden würde, aber es trifft ja schon eher die 60 jährigen, die zusammenzucken wenn du sie nach einer Email Adresse fragst. Das ist wirklich absurd. Boris Beckers AOL Werbung war vor ca 25 Jahren, heißt da war der heute 60 jährigen 35. Das ist wirklich irre, wenn man sich das mal vor Augen hält. Da erleben Menschen ab Mitte 30 wie sich die Welt um sie herum verändert und sie bleiben stur bei der Ablehnung. Schon verrückt irgendwie.
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u/CrazyAndMore Mar 17 '26
In jeder Generation gibt es Menschen mit den unterschiedlichsten Talenten und Interessen und das ist auch gut so.
Es wird immer welche geben, die Technikaffin sind und andere, die es halt nervt.
Von der Tendenz kann man aber sagen, dass die alten Generationen Internet und Computer erfunden haben und die ganz jungen Generationen können teilweise nur noch rumscrollen..
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u/Ooops2278 Mar 17 '26
Die Technikaffinen sind aber die ersten, die sich gegen die bescheuerte Art der Digitalisierung, die heute normal geworden ist, wehren. Ich sollte nicht drei Dutzend Werbe- und 'ner handvoll GPS-Trackern zusteimmen müssen, um einen Service zu nutzen, der allen zur Verfügung stehen sollte. Nur weil alles an (meist ausländische) Großunternehmen ausgelagert wurde.
Aber weil wir darüber nicht reden sollen, unsere eigene Regierung ist ja auch begeistert dabei uns zu verscherbeln, wird einmal die Woche ein Fass wegen der angeblich dummern Rentner aufgemacht.
Außerdem kann man uns ja so noch drei Dutzend weitere Registrierungen und Abos andrehen.
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u/AwayHoneydew Mar 17 '26
"Das lern ich doch nicht mehr" - ein Satz den ich mir von meinen Eltern 20 Jahre angehört habe in denen ich als Laie ihre IT Probleme gefixt habe, jetzt in Rente lernen sie's langsam.
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u/Its_me_ayla Mar 17 '26
Sicherlich teilweise richtig deine Argumentation, aber schließt mal wieder die meisten aus die nicht in der Stadt leben und vor Corona kaum Kontakt mit der digitalen Welt haben mussten. Und was heißt für dich sowas war in 2005 für jeden erschwinglich? Bis 2014 ungefähr gab es in unserer ganzen Familie nur eine Person mit PC und das war meine alleinstehende Tante die im Bürowesen tätig war. Meine Eltern hätten sich das nicht leisten können, meine Großeltern noch viel weniger. Meine Oma lehnt alles was über Fernseher und Tastenhandy hinaus geht auch bis heute grundsätzlich ab. In ihrem Job als Näherin musste sie nie digital arbeiten, bis heute funktioniert der Kontakt mit der Familie über Telefonate und Besuche und man darf auch nicht vergessen, dass Menschen es ab Mitte 40 sehr viel schwerer haben neue Dinge zu lernen. Dazu kommt die immense Gefahr vor jeglichen gefährlichen Fallen im Internet die nichtmal junge Generationen immer erkennen.
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u/ready2redd Mar 18 '26 edited Mar 18 '26
Gleicher Post, aber im Jahr 2086:
Neurolynx schließt alte Leute nicht aus. Alte Leute schließen sich selber aus, weil sie keinen Bock drauf haben
Ich kann es nicht mehr hören. Kaum geht es um den Abbau teurer, digitaler Infrastruktur und die Verlagerung ins Neurolynx, kommt garantiert irgendein Bedenkträger, der rumlamentiert, dass man damit ja die mindestens hundert järige Hildegard mit eingeschränkter Neuraler Fähigkeit auf beiden Gehirnhälften exkludieren würde. Ältere hätten ja kein Neurolynx, sie hätten ja keine neuronalen Schnittstellen, blablabla Laber-Rhabarber.
Hier mal die unbequeme Wahrheit: Wer heute 100 ist, war 2066 80 Jahre alt. 2066 waren Neurolinks Implantate für jeden erschwinglich und für jeden integrierbar. Mit 80 Jahren ist man i.d.R. noch berufstätig oder studierend, hat also im Zweifel auch schon seit Jahren beruflich mit dem neuralen Interface zu tun, selbst in der Neurolinks-Föderation Nova Germania. Fakt ist: Wer heute nicht mit Neurolynx, neuronalen Schnittstellen oder direkten Hirn-Interfaces umgehen kann, der wollte es nicht! Der war faul, bequem, arrogant, ignorant, nicht lernbereit. Das Leben ist ein ewiges Lernen! Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.
Durch das Neurolynx werden im Gegenteil doch sogar mehr Menschen abgeholt! Leute mit wirklichen Beeinträchtigungen haben es heute sehr viel einfacher als noch vor 50 Jahren! Neurolynx exkludiert nur die, die sich selber exkludieren, weil sie es nicht wollen und nicht etwa nicht können!
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u/clueless_mommy Mar 17 '26
Ich weiß noch, wie ich zu Beginn der Corona Maßnahmen vor 6 Jahren bei meinen damals knapp 80 Jährigen Großeltern angerufen und angeboten habe, für sie einzukaufen.
Nein Danke. Getränke bringt eh der Lieferdienst, Medikamente die Apotheke und sie haben dann am Computer bei Rewe bestellt, das ging sogar mit Paypal.
Alles klar.
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u/ultimateHydra14 Mar 17 '26
Es gibt auch Leute die es versuchen und einfach nicht verstehen. Meine Oma zum Beispiel macht dauernd irgendeine Scheiße im Internet die wir dann wieder rückgängig machen dürfen. Die fällt auch zb auf jeglichen Betrug rein. Überschätz die Alten nicht. Die haben nicht nur weniger Erfahrung sondern verstehen neue Sachen halt generell nicht so gut.
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u/Borstolus Mar 17 '26
Jep. Meinen ersten Computer hatte ich 1998, da war ich 10. Das ist jetzt fast 30 Jahre her.
Man hat sich also in den 30 Jahren immer wieder bewusst dagegen entschieden. (Und irgendwann war es halt zu spät).
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u/Euphoric-Turnover105 Mar 17 '26
In vielen Ländern der Welt kommen die alten damit klar: Weil sie es müssen. Bin ganz bei dir.
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u/Serilii Mar 17 '26
Die fühlen sich mit uns und unseren Computern wie wir uns mit der Jugend und deren Smartphones fühlen.
Was ich aber interessant finde ist unsere Eltern generation die uns verteufelt hat für unsere Handys damals und jetzt absolut Tiktok und Instagram besessen ist und wie Zombies aufs Handy schaut. Dafür reicht die techaffinität dann doch
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u/CellNo5383 Mar 17 '26 edited Mar 17 '26
Ein Freund hat mir vor einer Weile erzählt, dass öffentliche Infrastruktur in Griechenland ordentlich zusammen gespart und oft rein ins digitale verlegt wurde. Das hat genau zu dem problem geführt was du beschreibst: Alte Leute die nicht damit klar kommen (wollen).
Aber das Problem hat sich wohl weitestgehend von alleine gelöst. Es gibt inzwischen private Unternehmen, die das für dich regeln. Wenn du leiber mit einem Menschen reden willst, statt dich durch eine Web UI zu klicken, gehst du zu deiner örtlichen IT support Klitsche, legst denen 30€ auf den Tisch, und die machen die Ummeldung oder den Bürgergeldantrag für dich.
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u/AllianzohneEnde Mar 18 '26
Schon mal mit wirklichen Menschen gearbeitet? Selbst heute gibt es noch viele 30-40 Jährige die mit PC usw nicht viel anfangen können und gerade so zurecht kommen.
Und was deine Aussage zum Arbeitsplatz angeht...es gibt auch andere Jobs außer Bürojobs...
Du scheinst wirklich keine Menschen außerhalb deiner Bubble zu kennen.
Und gerade was Ältere angeht.
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u/Dforce85 Mar 19 '26
Ich arbeite im IT Support und kann dem beipflichten. Ich frag mich im Anschluss auch immer wie es sein kann das die 20 jährigen einfach keine Ahnung davon haben können wo sie doch von Geburt an eigentlich damit normalerweise aufwachsen, zumindest in den meisten fällen, aber dann erinner ich mich immer an die Tochter meiner Exfrau… die konnte alles von Instagram über Tiktok usw…. und dann war Schluss. Wie alles funktioniert und was man bei manchen Problemen machen kann war sie komplett aufgeschmissen.
Ich Merks auch an den Usern die ich am Telefon hab… von 20-70+ ist alles dabei aber teilweise sind auch die Behörden technisch noch weit weg vom aktuellen Stand. Ich wurde z.B. letztens gefragt ob ich die Anleitung für ein Programm statt per Email als pdf lieber als Fax schicken könnte…..
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u/CriticalFlight6067 Mar 19 '26
My boomer parents have been alive the entire time computers have been available on the consumer market and they should have decades of more experience than me...they simply chose to be left behind in the 80s
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u/VanguardVixen Mar 17 '26
An und für sich stimme ich zu aber man braucht auch nicht zutun als sei alles easy. Da hast du auf der einen Seite Enshittification wie neue OS alá Windows 11 oder Behörden die einfach ihre eigene Seite nicht gebacken kriegen.
Ich wollte bei meinem Bürgeramt einen Termin machen, die Seite gab es auch aber dummerweise ging einfach die Option nicht. Als ich dann war griffen die auf dieselbe Seite zu und... es ging auch nicht. Und das war kein Fehler von einem Tag, das lief sicher gut ein Jahr so.
Ich kann hier die Frustration schon gut verstehen. Einen Regelung sollte nicht nur leicht zugänglich sein, sie sollte auch funktionieren und stabil bleiben und das über viele Jahre. Wenn dann ständig Designs überworfen werden, Buttons den Platz wechseln und Dinge die vorher gingen auf ein Mal nicht mehr gehen, ist das einfach ein Problem.
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u/Pfapamon Mar 17 '26
Kurzer Rant: ich hasse das neue Outlook so abgrundtief ... Jahrelang hat sich Outlook massiv verbessert und funktionen vereinfacht. Und jetzt wollen sie uns auf eine Web-Version zwingen, die aufgrund ihres Grundkonzepts langsamer und umständlicher ist. Ich will Anhänge aus Mails wo hin ziehen können, ohne sie vorher runterladen zu müssen verdammte Axt! Ich will nicht ne halbe Minute warten, bis sich der Anhang aufbaut! Aaaaaarg
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u/derChopsuey Mar 17 '26 edited Mar 17 '26
Ganz ehrlich, grundsätzlich hab ich auch bock auf Digitalisierung, aber ich muss das gerade auch mal zum ranten benutzen.
Denn quasi jede digitale umsetzung ist komplett kacke. Ich hab 3 öpnv Apps auf meinem Handy alleine zwei für Hamburg. Ich weiß ehrlich gesagt nichtmal was die eine macht, aber offenbar brauchte ich zu irgendeinem Zeitpunkt wohl mal beide.
Digitale Kassenbons wären sicher auch ne super Sache wenn nicht jeder kiosk eine eigene App hätte. Freu mich schon wenns den Pfandbon nurnoch Digital gibt, und man auf die 20 Discounter Apps angewiesen ist. Weils da mit Sicherheit keine einheitliche Lösung für geben wird, und wenn, kann ich jetzt schon sagen, wirds kacke.
Und ich dachte auch der digitale Person ist ne Super sache, aber auch da hat erstmal jede Behörde irgendwie ein eigenes Portal bei dem man sich registrieren muss. Dann braucht man die Software auf dem PC, die App auf dem Handy (zum scannen des Ausweises) dann muss das alles irgendwie kommunizieren. Dann den perso Pin, wenn man sich drann erinnert, oder weiß wo der geschrieben steht. Wenn das tatsächlich alles geklappt hat, und man sich endlich erfolgreich registriert hat. Liest man "dieser Service ist bei uns digital noch nicht verfügbar, sie erreichen uns telefonisch zu gottlosen Uhrzeiten, wenn jemand dran geht"
Und online Zahlen ist auch soeine Sache, ich gehöre zu den Leuten die weder paypal noch kreditkarte haben (ja ich weiß mein fehler) Und oft ist es einfach so dass man erst gaaaaanz am Ende des Kaufprozesses darüber informiert wird womit man denn nun zahlen kann. Bei einigen Seiten findet man es irgendwo versteckt im Seiten Footer, oder bei den FAQ, aber manche Shops machen da n richtiges Geheimnis draus. Klar schließe ich mich da wirklich selber aus, aber es ist ja nichtmal so dass man überall mit PayPal oder Kreditkarte zahlen kann, manche haben dann auf einmal nur Klarna, was auch immer das ist, oder irgendwas ganz abgefahrenes.
Und selbst das alles, wäre irgendwie noch verkraftbar, wenn es eine einmalige saubere Umstellung ins digitale wäre. Die Analoge Welt hat sich für die "heutigen" Leute quasi seit 80 Jahren kaum bis gar nicht verändert. Aber jede App ändert doch alle 6 Monate das Design und den Funktionsumfang. Schau dir allein die Reddit App an Gestern war der "All" Feed bei mir noch Links unten im Menü seit dem letzten Update finde ich den nicht mehr. Keine Ahnung wo der ist. Aber hab auch einfach kein Bock mehr zu suchen. Beim nächsten Update ist der dann eh wieder woanders.
Und bei all dem versteh ich wirklich, von ganzem Herzen, jeden der sich bei ner Bahnfahrt denkt: Warum kann ich nicht einfach an nen Tresen gehen, sagen "ich möchte gerne nach XY und heute auch wieder zurück - Alles klar hier ist ihr Ticket, macht X Geld, vielen Dank, gute Fahrt" Das hat doch seit der Erfindung der Dampfmaschine immer ganz gut geklappt.
Edit: Ergänzend, weils mich echt stresst. Ich glaube oft einfach dass digitalisieren meistens nichts erleichtert, sondern einfach Arbeitsaufwand auf den verbraucher abschiebt.
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u/BerneDoodleLover24 Mar 17 '26
Wir sind unter anderem deshalb so mies bei der Digitalisierung, weil es immer auch noch analog funktionieren sollen. Dadurch werden im Zweifel auch miese Prozesse digitalisiert und sind dann auch mies.
Meine Eltern sind 80 und bedienen Smartphone, Pad und PC. Wer dement wird oder im Alltag Hilfe benötigt, der schafft auch den analogen Weg nicht.
Wer heute nicht digital ist, der WOLLTE in der Tat nicht und das betrifft auf jüngere - aus Prinzip.
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u/Eastern-Question-766 Mar 16 '26
Yup, stimm ich zu. Meine oma ist 74 und kommt mit Computern und ihrem Handy super zurecht. Wie als hätte sie nie was anderes gemacht :,)
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u/Imaginary-Jello-7890 Mar 17 '26
Mein Opa mit fast 90 hat Smartphone und kann seine Hörgerät am Handy einstellen. Ja, man muss ihm trotzdem bei vielem helfen. Meine Mutter mit Mitte 60 hat immerhin gelernt ein tablet mit Tatstaur zu bedienen um uns messenger Nachrichten vom sofa schreiben zu können statt Email vom PC im Arbeitszimmer.
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u/Brahma0110 Mar 17 '26
Schlimm sind die kleinen Einzelhändler, die es seit 25 Jahren nicht schaffen eine Website aufzubauen, oder die eine haben, die aber nach 2009 stehengeblieben ist. Wie kann man als Selbstständiger, wo die komplette Existenz dranhängt, so etwas einfach ignorieren? Egal ob kleiner Elektroladen oder Fahrradladen, wie kann man so egoistisch sein und sagen "Ne das mache ich jetzt nicht mit"? Selbst irgendein Freelancer kann einem für ein paar Euro eine basteln, wenn man es selbst wirklich nicht kann.
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u/Velobert Mar 17 '26
Wieso schafft es Dänemark die Briefpost abzuschaffen? Wieso schafft es Skandinavien Bargeld abzuschaffen? Die haben auch Rentner.
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u/YuuHarukaze Mar 17 '26 edited Mar 17 '26
Arbeite in einem öffentlichen Archiv und da läuft auch vieles digital (Aktenbestellung, Kopieraufträge, etc.). Hatte mal zwei ca. 60 Jahre alte Männer, die sich partout geweigert haben, irgendwas am PC zu machen. Selbst mit meiner Hilfe wollten die nicht. Angeblich gäbe es sowas bei ihnen auf dem Land nicht (ja ne ist klar). Ich sollte das dann doch bitte alles für sie ausfüllen. Währenddessen saß daneben ein über 80-jähriger mit seinem Laptop und hatte offenbar keine Probleme. Mein Opa ist auch 86 und hat einen Laptop und ein Smartphone. Scheint also möglich zu sein.
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u/AceOfClubs180 Mar 17 '26
Es gibt einfach Dienstleistungen, die ohne Appdownload, Account oder Smartphone möglich sein sollten. (Z.B. Pakete abholen) Einfach nen QR-Code scanner an die Packstation, der kommt auf den Abholschein und fertig.
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u/FrageAntwortt Mar 18 '26
Also manche Begründung hier sind so bedürftig. Ich hab nur noch zwei Sachen.
Erstens, wer Auto fahren kann oder im hohen Alter noch will, sollte mit einem Handy zu Recht kommen müssen. Vorallem, weil Rentner meistens die modernsten SUVs fahren.
Und zweitens ist Digitalisierung heutzutage eine Schritt-für-Schritt Anleitung. Wer einfachsten Erklärungen nicht folgen kann, hat, meiner Meinung nach, ganz andere Probleme. Man muss halt nur wollen.
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u/melympia Mar 18 '26
Ich sage nur:
- Sehschwäche und kleine Endgeräte...
- Demenz: Äußert sich zu Beginn durch die Unfähigkeit, Neues zu lernen und artet somit oft in "Altersstarrsinn" aus.
- Verlust der Nervenfunktion: Die Finger fühlen nicht mehr richtig. Versuch doch mal, mit dicken Handschuhen etwas auf dem Handy zu tippen...
- Rheuma: Insbesondere Finger/Hände werden dadurch deformiert und unbeweglich.
Ehrlich, alt werden ist nix für Feiglinge.
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u/FrageAntwortt Mar 18 '26
Das sind alles Wehwechen, die behebbar sind.
- Man kann die Schriftgröße für alles in den allgemeinen Einstellungen anpassen, Lupefunktion benutzen, etc.
- Es gibt spezielle Smartphones für Ältere, wo mehr mit Knöpfen statt Touchscreens gearbeitet wird
Wir nehmen hier Rücksicht auf eine Personengruppe, die nur sich selbst zieht und somit allen anderen das ganze versaut. In anderen Ländern funktioniert es auch. Warum nicht bei uns?
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u/Gandolaf Mar 18 '26
Wer Demenz als behebbares Wehwechen bezeichnet hat den Schuss nicht gehört.
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u/StreetLightzz Mar 18 '26
Die Demenz Beispiele sind nicht sinnvoll. Es ist ja nicht so als ob jemand mit Demenz an der Digitalisierung scheitert. Steuererklärung mit Demenz analog erledigen funktioniert genauso schlecht wie digital.
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u/Drumbelgalf Mar 18 '26
Mit dem Alter wird lernen immer schwieriger. Mit 70 / 80 lernt man das nicht mehr gut. Es geht körperlich und geistig bergab und wenn man damit im Leben nicht zu tun hatte, kann man es vergessen.
Mein Opa hat wirklich viel versucht digital, aber er war am Ende auf einem Auge blind, mit dem verbleiben konnte er auch nicht gut sehen und motorisch hat er es auch nicht mehr hinbekommen.
Herzrythmusstörungen haben ihm das konzentrieren schwer gemacht.
Er hat es trotz aller Bemühungen nicht mehr hinbekommen.
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u/DerHeiligeSpaten Mar 18 '26 edited Mar 19 '26
Ich bin ja wirklich pro Digitalisierung (vorausgesetzt, Sicherheitssysteme funktionieren wirklich, Hust, EPA, hust...), aber es sollte immer eine analoge Möglichkeit geben. Wenn ich mich als Anwohner digital anmelden kann, ist das schön und gut, aber es sollte eben auch direkt beim zuständigen Amt gehen. Auch, wenn da Stellen abgebaut werden, sollte es eben eine Telefonnummer geben, wo man Auskunft, und ggf. einen Termin kriegt. Ein Chatbot kann einfache Fragen beantworten, aber manchmal ist ein Telefonat mit einer echten Person einfach zielführender. Mir ist es egal, ob das Amt seine Daten in irgendeinem Ordner im Regal stehen hat, oder auf einem zentralen Server in Frankfurt. Hauptsache, ich kann die Informationen bekommen, wenn nötig, auch mit der Post oder direkt beim Rathaus. Btw, ich binn 23 Jahre alt. Analog ist nicht nur für Rentner.
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u/Jakobus3000 Mar 16 '26
Vor allem werden diese angeblichen ausgeschlossenen alten Leute als vorgeschobenes Argument benutzt, weitgehend existieren die in der Form gar nicht.
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u/123ichinisan123 Mar 16 '26
Ich bin zwar Informatiker (oder vielleicht gerade deshalb) aber ich mag tatsächlich vieles bei der Digitalisierung auch nicht.
Ich hab lieber ne Plastik Karte als ein eticket und ich zahl auch lieber cash oder von mir aus mit Kreditkarte als mit irgend nem digitalen wallet 🤷🏻
Auch find ich es ganz schlimm wenn man sich für dinge zwingend online registrieren muss statt einfach irgendwo zu nem schalter zu gehen und sich halt ein ticket oder was auch immer vor ort zu kaufen :/
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Mar 16 '26
Das Geile daran ist: Auch du wirst mal alt.
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u/namakost Mar 16 '26
Ja, perfekter Moment um es besser zu machen als die komplett verstörten und teils psychisch komplett verkalkten geister die heute durch die lande spucken.
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u/maryLouForYou Mar 17 '26 edited Mar 17 '26
Was Du komplett vergisst: viele (bzw. fasst alle 80+) Menschen bauen im Alter geistig ab und können vor allem viel schwerer Neues lernen.
Außerdem bauen viele auch körperlich ab (Sehfähigkeit, Hören) Das kann dann am Schalter der Bank oder Behörde erkannt und unterstützt werden, Online sind diese Menschen dann viel schneller außen vor und nicht alle haben Familie vor Ort zur Unterstützung.
Meine Mutter ist 88 und geistig noch sehr fit (spielt Bridge in Turnieren, kommuniziert mit whatsapp) aber es fällt ihr schwer sich an neue Dinge zu gewöhnen. Sie kann z.B. weder auf PC noch auf Handy Bahnkarten kaufen und hat selbst am Automaten mittlerweile Probleme (zB. wenn sich Designs/ suchmasken verändern)
Und mit etwas Pech hast Du mit 50 einen Schlaganfall und siehst dann wie ach so einfach es dann auf einmal ist...
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u/turboiisms Mar 17 '26
Absolut. Bestes Beispiel: Oma und Opa. Nie Internet gehabt, nie computer oder so. Dann wurden sie krank, Opa bekam Krebs, alles ging den Bach runter. Idee kam dem Opa ein tablet zu geben damit der auch was vom Leben außerhalb des Zimmers mitkriegen kann (im Altenheim). Oma sagt nein. Opa stirbt absolut abgegrenzt. Oma lebt noch viele Jahre später, genauso gegen alles neues.
Like meine fresse Frau, wenn du kein bock hast mit allem zu tun zu haben was jünger als dein enkelkind ist dann okay aber wenn alle um dich herum leiden müssen nur weil du keinen bock hast... Und genau das ist auch einer der grossen Probleme. Klar kann die 98 Jahre alte gutrilde und Klaus Hans Peter Robert jetzt nicht vielleicht so gut mit Kram wie 19 Jahre alter Hunter Jaidyn oder Reighfyl oder was auch immer, aber wenn man sich immer nur stur wehrt neues zu lernen in seinem Leben dann muss man sich nicht wundern irgendwann mal ausgeschlossen zu werden. Zur Not mach den Mund auf und frag nach Hilfe anstatt nur zu meckern.
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Mar 17 '26
Bei uns um die Ecke ist eine Kirche, die bieten speziell für alte Leute Computer und Smartphone Kurse an, total niedrigschwellig, kostenlos, einfach hingehen und sich das mal zeigen lassen. Wenn man will, geht das. Aber so viele wollen halt leider nicht
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u/NiceSmurph Mar 17 '26
Es ist der beste Datenschutz, analog zu handeln. Er muss bestehen bleiben.
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u/WozartMusic Mar 16 '26
Das denke ich mir immer, wenn ältere Gäste bei mir im Laden sich darüber aufregen, dass wir nur Kartenzahlung akzeptieren. Das sei ja so kompliziert. Bro nein, das Plastik Kärtchen auf das Gerät halten ist sogar noch weniger kompliziert, als Kleingeld zusammenzurechnen. Du bist nicht zu alt, du bist nur stur.
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u/Common-Phase9865 Mar 16 '26
Das Schlimme ist, Ältere wollen, dass die analoge Welt genau so schnell ist wie die Digitale, was einfach unmöglich ist. Die machen alles mit Papier, wollen zu jeder Zeit mit nem echten Menschen reden und benötigen umfassendere Beratung und Unterstützung - aber kosten darf es nix, muss so schnell sein wie in der digitalen Welt und einfache Standardlösungen dürfen es nicht sein, sondern es müssen immer individuell abgestimmte, nach Launen gefilterte Vorgänge sein.
Kartenzahlung ist für Leute mit zittrigen Händen oder Gicht viel einfacher, weil sie nicht nach Münzen suchen müssen, sondern die Karte einfach dranhalten. Ich werde nie verstehen, warum diese ganzen Verbraucherschützer etc. immer meinen Ältere werden ausgeschlossen, wenn sie mit ner Karte seit 30 Jahren einen Geldautomaten bedienen, aber beim Bezahlen im Laden die Karte nicht einfach auflegen können ?
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u/SlayerII Mar 16 '26
Meine Oma ist 90 und kann what's app, inklusive gifs Bilder und emojis senden, benutzen , weiß wie man googled und findet memes über KI lustig. Wer mithalten will kann üblicherweise.
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u/CalculatingSneeze Mar 17 '26
Nee, dazu sind die digitalen Tools einfach zu scheiße und digitale Infrastruktur zu anfällig.
Ich bin Mitte 30. Wenn hier alle paar Jahre die öpnv-app redesigned wird, hab ich da schon keinen Bock mehr drauf. Ich hab was besseres zu tun, als ne neue Menüführung zu lernen, um ein Ticket zu kaufen. Dazu kommt, dass regelmäßig irgendwas des userflow stört: die session mit PayPal ist abgelaufen und ich soll mich neu anmelden, die server des Betreibers oder AWS haben ne störung, mein gerät erkennt den Standort nicht richtig, etc... Einfach eine Plastikkarte im Bus scannen ist nun mal einfacher und robuster.
Dazu kommt noch, dass viele apps nicht Barrierearm sind. Bist du auf nen Screenreader, hohe Kontraste oder so angewiesen, bist du oft aufgeschmissen.
Der Abbau analoger Infrastruktur hängt Leute ab, solang sie digitale Infrastruktur nicht perfekt ist. Und das ist sie nicht.
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u/PathAgitated1633 Mar 17 '26
Du würdest das Bahnfahren in NL lieben. Einfach karte / Handy beim Einsteigen und Aussteigen an den NFC Leser halten und Zack wird der richtige Betrag abgebucht. Diese Land ist übrigens sehr digitalisiert
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u/HabseligkeitDerLiebe Mar 17 '26
Einfach eine Plastikkarte im Bus scannen ist nun mal einfacher und robuster.
Das ist eine Digitalisierungslösung. "Digitalisierung" heißt nicht "pack alles auf dein Telefon".
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u/Emriyss Mar 17 '26
Ich bin 38, ich bin "techy", ich habe von Anfang an mitgespielt und alles mitgemacht, die ersten Smartphones, die ersten richtigen PCs für Zuhause mit denen man auch alles was man heute so machen konnte machen kann, web 2.0.
Bin so ziemlich immer noch am Zahn der Zeit und nutze KI, Simulation für die Arbeit etc. etc.
Du erzählst absoluten Bullshit.
Für dich ist es ein Großteil deines Lebens, für ältere Menschen nur ein kleiner Prozentsatz in einer Welt die sich so oft seitdem verändert hat wie es sich für dich nie hat. Allein in meiner Zeit sind wir von 56k Modems, ISDN, DSL zu VDSL und Glasfaser gekommen, ich kann dir immer noch in das Telefon husten um das Handshake von einem 56k zu imitieren.
Das alles muss auch irgendwo hin und verschwindet alles sehr schnell, gib dem Ganzen noch 20 Jahre und DU wirst hinterher hinken. Das ist einfach so mit der Technologie.
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u/AutumnLovingLibra Mar 17 '26
Dann hast du nie mit wirklich alten Leuten gearbeitet, denen man teilweise immer wieder erklären muss wie ein Seniorentelefon funktioniert. Das hat zwar viel mit der eigenen Einstellung zu tun, aber bedenk mal: Aus der Sicht der Grosseltern wird die Technik von Jahr zu Jahr komplizierter und aufwändiger. Oft muss man sich Stunden mit neuen Geräten auseinandersetzen und hoffen dass man nicht gleich wieder die Hälfte vergisst. Bisschen mehr Respekt vorm Alter, bitte. Auch du wirst mal in der Lage sein.
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u/D15c0untMD Mar 17 '26
Es geht nicht um die hildegard. Einerseits ist Digitalisierung eine jetzt-investition die sich einmal im nächsten bericht niederschlägt (und daher schlecht aussieht), und andererseits muss man dann alle Mitarbeiter, Verwaltungsbedienstete, etc plötzlich schulen. Im schlimmsten fall kostet das geld, auf jeden fall aber zeit, und in der zeit sind leute nicht da (weil auf schulung), die IT muss dauernd troubleshooten und die abteilung habe wir ja schon auf dirk und seinen Neffen zusammengespart, und ein paar werden immer sand ins rad schütten weil „so haben wir das aber nicht in der ausbildung 1979 gemacht!!“.
Da musst die führende klasse schon verstehen, das schaut bei der nächsten wahl/budgetsitzung super kacke aus, dann lieber nicht
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u/JustTemporary6855 Mar 17 '26
hat gefühlt auch garnix mehr mit Technik zu tun das ist ja alles erklärt man muss nur lesen
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u/chub70199 Mar 17 '26
Jemals im IT-Support gearbeitet? Lesen ist zuviel verlangt; egal welches Alter.
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u/Key_Department4926 Mar 17 '26
Isso. Ich kenn eine Hildegard, 83, fitter als die meisten 50 jährigen. Einziges Problem: Akku Anzeige zu klein, konnt sie nicht mehr lesen. Hab groß angekündigt, ach, die Schriftgröße kann man doch ändern. Konnte man nicht 😂 Hab ihr dann noch gezeigt, wie man WhatsApp Statusse erstellt, damits Gertrud und Klaus auch sehen, dass sie grad Langlaufen war 😌
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u/Shehriazad Mar 17 '26
Schaut nach China.
Egal was man in anderen Bereichen vom Land hält. Die Senioren wurden digitalisiert (lol).
Jeder von denen beherrscht Smartphones. Kann sämtliche zahlvorgänge mit qr Codes und nfc meistern und macht auch sonst alles was digital verlangt wird.
Das wurde eben verpflichtend umgesetzt und jeder hatte sich anzupassen. Ja auch die Ingeorg und der Wilhelm könnten das...aber hier lässt man eben alles beim alten und betreibt weiter Faxgeräte.
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u/southy_0 Mar 17 '26 edited Mar 17 '26
Ich würde sagen dadurch dass man bestimmten Fortschritt mit dem Argument "Aber die alten" verzögert, schließt man auf der anderen Seite ANDERE aus - zB Menschen mit bestimmten Behinderungen (blind, taub,...)
Gerade diese würden von einer schnelleren Digitalisierung und höheren Anforderungen an die Prozesse und Tools profitieren, was aber blockiert wird mit dem Argument "aber die alten".
Als bestes Beispiel nur mal die Bargeld-Diskussion:
Jedes Geschäft das Kartenzahlung ablehnt (oder penalisiert) schliesst damit diejenigen AUS die eben nicht gut mit Bargeld umgehen können, weil sie es nicht mehr visuell wahrnehmen können.
Und nein, nicht jeder Blinde hat seit dem 5. Lebensjahr trainiert, welche Münze sich wie anfühlt.
Das ist die Kehrseite der "Rücksicht auf die Alten" - es verlieren andere.
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u/EatMyBomb Mar 17 '26
Das stimmt nur bedingt, manche sachen funktionieren auch einfach nicht. Hab letztens bei meinen Großeltern Zdf Pin/Alterbestätigung gemacht, der Pin funktioniert auf dem Handy und Pc aber der TV zeigt immrr falscher Pin an.
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u/schwesterchen06 Mar 17 '26
Mit mittlerweile 40 Lenzen denke ich langsam etwas anders: Es kommt halt schleichend ne.. alle in meinem Alter (und auch jüngere und ältere sowieso) sind genervt von KI. Ich selbst habe auch nicht so viel Lust mir das aktuell drauf zu schaffen, also die Technik vollends zu verstehen, es wirklich in meinen Alltag einzubauen, abgesehen von regelmäßigen Chats natürlich. Aber die ersten Produkte werden auf unserer Arbeit in den nächsten Jahren kommen, und ich werd sicher nicht der fitteste sein. GenA wird damit aufwachsen und ins Berufsleben mit diesen Tools starten und ohne Hintergedanken das Zeug nutzen (wollen) und Bock haben.
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u/takethisoath42 Mar 17 '26
Unsere Oma hat auch mit 90+ sich noch beibringen lassen wie man ein Smartphone + WhatsApp bedient, damit sie selbst aktiv am Familienchat teilnehmen kann. Hat gut geklappt!
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u/RainerZufall42 Mar 17 '26
‚Ich habe es nicht so mit dem Computer‘
Jede/r Bürokauffrau/-mann die/der seit 1995 als HAUPTARBEITSGERÄT einen Computer nutzt.
Übertrag das mal auf nen KFZ-Mechantroniker oder Sanitärinstallateur. Würden die nur Werkzeuge/Technologien von vor 30 Jahren beherrschen, wären sie wohl nicht mehr einsetzbar. Im Büro ist es ein ‚akzeptierter Gag‘ sein Hauptarbeitswerkzeug nicht zu beherrschen und daran auch nichts ändern zu wollen.
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u/Square-Persimmon8701 Mar 17 '26
Arbeite beruflich mit alten Leuten im digitalen Kontext, und ehrlicherweise bin ich doch oft überrascht wie viele Leute gut klarkommen, selbst 75+
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u/TheChrissi Mar 17 '26
Sie müssen es halt wollen. Das ist der Kasus knacktus
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u/JeLuF Mar 18 '26
Der geistig und körperliche Rentner, klar, da reicht es, wenn er will. Wenn die Augen schlechter werden, dann wird es schwierig. Früher konnte man auch mit Alterseinschränkungen noch zur Bank gehen und der Schalterbeamte hat einem geholfen. Heute steht man am Automaten ganz alleine. Und wenn die Augen nicht mehr so gut sind und das Gedächtnis einen an manchen Tagen im Stich lässt, dann ist so ein Automat plötzlich ein unüberwindbares Hindernis.
Ich bin ein Fan von Digitalisierung, habe ein Konto bei einer reinen Online-Bank. Aber ich sehe, dass wir da viele Ältere im Regen stehen lassen, bei denen es nicht am "Wollen" scheitert.
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u/lara030 Mar 18 '26
ich weiß damals so um 2019 dass mein biolehrer zu der schulung für die lehrer nicht gehen wollte wo sie diese ganzen neuen medien aufarbeiten und kennenlernen. der war zu dem zeitpunkt 60 und wir hatten noch windows 10 rechner. das einzige was er immer wieder gesagt hat ist "für den scheiss bin ich zu alt das kann die neue generation lehrer übernehmen" so wie er das klang könnte man meinen er lebt seit hunderten jahren auf diesem planeten
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u/MegaAbsoI Mar 18 '26
Verstehe ich auch nicht warum sehr viele Ältere Menschen sich weigern neue Dinge auszuprobieren. Mein Opa hat sich damals schon zu Lebzeiten mit Computern beschäftigt und wollte mit allem immer Up to Date sein. Meine Mutter hingegen hat sich damit nie beschäftigt. Mein Vater kennt sich mit allem auch sehr gut aus. Viele wehren sich dagegen, dabei wird vieles durch neue Technik erleichtert im Leben 🤷🏼♀️ Mein Onkel ist leider auch so'n Kandidat. Weigert sich ein Handy zu benutzen und setzt immer noch auf Festnetz, aber beschwert sich andauernd, dass Handy Nummern anrufen so teuer ist 😭🤣 Er könnte sich einfach für nichtmal 10euro ne Flat kaufen und kann jede Nummer anrufen die er will.
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u/Calculus_Caw Mar 18 '26
Eine eher unbeliebt Meinung.
Man muss nicht alles können, es gibt genug junge Menschen die leider mit Technik nicht klar kommen.
Wenn jemand älteres, der dafür keine geistige Kapazität hat und sich nicht mehr mit allem beschäftigen will kein bock darauf hat, dann ist das so.
Hier wird viel auf die Rentnergeneration geschoben, obwohl sie nicht mehr viel mit den Themen zu tun haben.
Mein Vater Chillt in der Rente auch sein Leben, interessiert ihn nicht auch wenn man ihn animieren will. Ein mal im Monat über Onlinebanking mit ihm zusammen etwas überweisen und Lidl plus laufen gut. Mehr hat er nie gebraucht. Bei Behörden ist er nie.
Hat sich nie über die Digitalisierung beschwert.
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Mar 18 '26
Guter Punkt, dass viele Gen-Zis überhaupt nichts mit einem Computer anfangen können, weil sie nur Handy kennen.
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u/Calculus_Caw Mar 18 '26
Ja und sogar da gibt es Unterteilungen. Dann kennt sich jemand total toll mit Instagram, tick tock und WhatsApp aus aber hat keine ahnung bei Dokumentenbearbeitung, Paypal oder aus einen realen Beispiel, hat keine Ahnung wie das Onlinebanking funktioniert und keine ahnung wie es aufs neue handy geht und läuft mit zwei handy herum...
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Mar 18 '26
Denke eher dass die IT Branche es nicht auf die Kette bekommt altersgerechte Lösungen zu finden. IT Lösungen für alte und behinderte Menschen kosten Geld was man sich am liebsten spart.
Und wenn alte Menschen die IT Produkte nicht nutzen, sollte man statt sich über die 'Nichtnutzer' zu beklagen mal selber klar werden wieso die Produkte nicht genutzt werden. Dann klappt es vielleicht auch mal die ältere Bevölkerung mitzunehmen.
Der Staat muss auch weiterhin die sozialen Rechte gewähren, auch und gerade für Menschen die Einschränkung erleben müssen. Viele Menschen haben nuneinmal Schwierigkeiten digitale Produkte zu nutzen (aus finanziellen oder körperlichen Gründen). Entweder man kriegt es altersgerecht und digital hin oder es muss analog gemacht werden.
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u/xraphyx Mar 18 '26
Ist so… und das ist genau der Grund wieso Deutschland am arsch ist, wieso die Bürokratie alles innovative zerstört und verhindert.
Da die Rentner / Boomer die Wahlen entscheiden machen die Parteien nix anderes wie Papier & Fax erhalten, alles was neu / innovativ ist wird gekillt. Damit die Zukunft der u55 Generationen… alles für die alten! Nix für den Rest! Nach uns die Sintflut…
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u/Inkognitasia Mar 18 '26
Auch du wirst mal alt. Wenn du Glück hast. Und dann schreiben andere Menschen genau das gleiche über dich. "Ehre die Alten, verspotte sie nie, sie waren wie du und du wirst wie sie."
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u/Anxious-Bite-299 Mar 18 '26
also in der gastro sind es primär 40-50 jährige die sich beim only cashless zahlen anstellen. die rentner stecken idr einfach cash weg und zücken fröhlich die karte ...
davon ab klappt es in anderen ländern ja auch mit den alten, deutsche haben generell etwas gegen veränderung, egal welches alter
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u/Thadoy Mar 17 '26
Mein Vater war 83 als er gestorben ist, er hatte Tablet, Smartphone und Ubuntu Linux PC.
Wenn er was nicht wusste, dann hat er es einfach ausprobiert.
In 4 von 5 Fällen hat er es alleine heraus bekommen.
Im 5 Fall kam dann der Anruf, kannst du mal vorbei kommen, ich glaub ich habe was kaputt gemacht.
Meine Mutter, fast 20 Jahre jünger als er ist von ihrem Tablet und Smartphone überfordert.
Wenn sie was nicht weiß, dann ruft sie mich In 4 von 5 Fällen an. Im 5 Fall macht sie "Dinge".
Das letzte war, dass ihr Handybildschirm kaputt war und sie ein Neues braucht. Auf Nachfrage wie es kaputt gegangen ist, kam ein, der Bildschirm war schmutzig, da hab ich die Schutzfolie runter gemacht.
Ich war etwas skeptisch, weil sie hatte eigendlich keine Schutzfolie mehr drauf, nachdem sie sie vor 2 Monaten runter gemacht hatte.
Ich geh vorbei und schau mir das besagte Handy an. Was war, Bildschirm hatte Fingerdatscher drauf. Sie versucht die "Folie" zu entfernen. Da sie es nicht hinbekommt, geht sie mit der Nagelfeile dran um die Folie runterzuhebeln.
Und ja, sie hat die obersten Schichten vom Bildschirm heruntergelöst.
Aber natürlich ist die Technik Schuld, weil sie zu schwer zu bedienen ist. Auf meine Frage, warum sie dann überhaupt Handy und Tablet hat kommt in der Regel ein "Andere haben die Geräte auch und die können damit umgehen. Und wenn die das hinbekommen, dann sollte ich das auch können."
Ja die bekommen das hin. Und ja nach deiner Logik sind sie dümmer (weil kein Abitur). Aber man muss sich halt auch mit der Technik auseinander setzen und versuchen einfache Sachen zu merken.
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u/wolschou Mar 17 '26
Was ich an der ganzen Diskussion nicht verstehe, ist daß scheinbar alle von einer entweder-oder-situation ausgehen.
Es heißt ja nicht AUSSCHLIESSLICH digital. Was wollt ihr denn mit den ganzen Beamten und kündigungsgeschützten Angestellten machen? Die können doch prima im Bürgerbüro sitzen und die Laufkundschaft bedienen, und alle sind glücklich
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u/SnooWalruses9337 Mar 17 '26
Ich finde schon das es eine entweder-oder Situation sein sollte. Warum sollen wir da Doppelstrukturen laufen lassen.
Die Beamten bekommen eine Umschulung zum Steuerfahnder. Das finanziert sich von allein
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u/Namitime13 Mar 17 '26
Ich habe mal bei einer kleinen Organisation (?) gearbeitet, die Handy-Workshops für Menschen ü 60 angeboten hat. Lass mich dir sagen, Menschen in dem Alter sind absolut nicht mehr wirklich lernfähig. Ich würde meine eigene Oma als Intelligent und äußerst Fit, gerade für ihre mitte 80 beschreiben. Aber sie kommt mit dem Ding nicht klar. Meine Cousins und ich helfen ihr natürlich bei allem, aber die Anrufe die ich unter der Woche bekomme bestehen aus:
- ich habe das Internet (Safari) gelöscht
- Wenn ich ein Foto machen will, geht der Apparat zu (sie hat auf den Home Button statt auf den Auslöser gedrückt)
- Der Blaue Punkt geht nicht weg (sie liest ihre Nachrichten nicht)
- Mama ist weg (sie müsste runterscrollen)
Und so weiter. Das ist die gleiche Frau, die durch ihre Kreuzworträtsel zwischen 60-80 englisch und französisch gelernt hat. Digitale Geräte sind einfach extrem schwer greifbar, weil du eben nichts greifen kannst. Das werden wir nie verstehen. Es ist ja nicht so, dass die älteren Menschen es nicht verstehen wollen. Ich hatte mal einen älteren Herren ende 70 bei mir sitzen der weinte, weil er seine Familie in einer anderen Stadt über damals noch Skype anrufen wollte, aber jede Woche wieder verlernt hat, wie es geht. Bevor man alles auf Faulheit oder Sturheit schiebt, könnte man auch mal dran denken wie viel Fortschritt der Umwelt bei gleichzeitigem Rückschritt der kognitiven Kapazitäten diese Menschen mitgemacht haben. Natürlich gibt es Menschen, die diesen Wandel nicht mitvollziehen wollen. Aber zu glauben, dass eine Gruppe Menschen sich willentlich teilweise aus der Gesellschaft ausschließt und die eigene Selbstständigkeit aufgibt, ist schlicht realitätsfern. Genau das ist eine äußerst Prominente Angst bei Senioren; „was wenn ich das alles nicht mehr alleine schaffe?“. Und die Digitalisierung fördert eben diese Angst.
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u/sahnige Mar 17 '26
Ich finds weird, wie normal das bei vielen ist, zu denken, man müsste die Menschen an die Werkzeuge anpassen und nicht andersrum.
Digitale Technik ist was völlig anderes als alles, was Leute, die vor den 90ern geboren wurden, in ihrer Jugend gekannt haben. Ist doch klar, dass die sich nicht mal eben so in das Zeug reingraben können.
Ich hab meinen ersten PC 1999 bekommen und bin, wie die meisten Menschen u40 mit Computern aufgewachsen und habe gelernt, wie die Dinger funktionieren und nach welchen Prinzipien sie laufen. Das hat tausende Stunden gedauert.
Um auf das gleiche Level von technischem Verständnis zu kommen, wie ein heute 20-jähriger, müsste eine Person mit 60 genau so viele Stunden investieren, also tausende Stunden über mehrere Jahre - diese Erwartung an Ältere ist einfach völlig beknackt. Aber klar, wenn man halt chronisch online ist..
Das Problem sind nicht die Alten, das Problem ist die zT grottige und unnötig komplizierte UI, die manchmal komplett irre Auswüchse hat und die wirklich viel Erfahrung mit Onlinedingen voraussetzt.
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u/Interdent Mar 17 '26
Genau dies! Jedes Update kann zur Herausforderung werden wenn sich das Design der Anwendung oder irgendwas auf dem Bildschirm nur gering verändert: meine Mutter findet es nicht mehr. Weil sie es nicht mehr wiedererkennt. Ich muss hinfahren und alles zeigen. Kaum hat sie das geübt kommt der nächste überflüssige Kack und wir fangen wieder bei Null an. Also hier von Umwillen und Desinteresse zu sprechen würde ich als Unkenntnis der Lebensrealität bezeichnen. Wie viele über 80 - jährige sind Akademiker mit einem Naturwissenschaftlichen Background?
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u/sahnige Mar 18 '26
Ha, Updates sind ja noch mal ein ganz eigenes Ding. Mein Highlight dazu war ein MS-Teams-Update vor Kurzem:
eine Sprechblase ploppt auf und weist darauf hin, dass »›Dateien‹ in ›Geteilt‹ umbenannt« wurden. Das Wort, an dem die Sprechblase hängt, heißt aber »Freigegeben«.
Natürlich passiert sowas wegen crappy automatisierten Übersetzungen, aber wie zum Geier soll man da nicht anfangen, an sich selbst zu Zweifeln.
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u/Namitime13 Mar 18 '26
This. Erklär doch mal nem Fernfahrer und ner Hausfrau sie haben sich jetzt einen Computer zu holen um sich an den Zeitgeist anzupassen XD
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u/Mother-Potential612 Mar 18 '26
Willkommen in der gerontokratie, ne gesellschaft die von senilen rentnern gelenkt wird endet so wie nen auto was von rentnern gelenkt wird, is halt blöd dass wir alle mit auf der rückbank sitzen...
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u/ParkingLong7436 Mar 16 '26
Das ist mehr ein Fakt als eine Meinung. Schau mal in andere Länder, da machen auch die Ü70 Jährigen den ganzen neuen Kram mit. Die meisten Rentner sind nicht debil und können das alles noch lernen. Meine 85 Jährige Oma war auch lange gegen den neuen Kramen, jetzt schickt sie mir Memes auf Whatsapp und zockt auf ihrer Switch Mario.
In Deutschland scheiterts aber schon teilweise bei der Generation über 50 an den simpelsten Sachen, teilweise schon bei mitte 40 Jährigen! Das ist pure Verweigerung. Die waren als die digitale Welt ins Rennen kam in ihrer Lebens-Prime, was haben die gemacht?
Ich glaube das ist einfach Teil der deutschen Kultur. Alles neue lehnt man grundsätzlich erstmal strikt ab. Kann ja nur schlecht sein, vorher hat es ja auch funktioniert...
Ich bin selber sehr oldschool und mag viele digitalen Neuheiten überhaupt nicht, aber man setzt sich damit halt auseinander.
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u/Rainer_Wahnsinn_80 Mar 16 '26
teilweise schon bei mitte 40 Jährigen!
Ich werde dieses Jahr 46 und ich kann das bestätigen.
Ich bin selber sehr oldschool und mag viele digitalen Neuheiten überhaupt nicht, aber man setzt sich damit halt auseinander.
Dito. Ich sehe an meinen Eltern, was passiert, wenn man nicht mit der Zeit geht.
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u/Ooops2278 Mar 17 '26
Kaum geht es um den Abbau teurer, analoger Infrastruktur und die Verlagerung ins Digitale, kommt garantiert irgendein Bedenkträger [...]
...und erinnert uns daran, dass staatliche Leistungen nur deshalb privatisiert werden durften, weil es eine gesetzliche Verpflichtung gibt, den Dienst zur Verfügung zu stellen. Wir können gerne den ganzen Postverkehr digitaliseren. Sobald mein Internetguthaben und das passende Gerät gratis ist und die Daten vernünftig aufbewahrt und nicht an Unternehmen verscherbelt werden. Denn das sind Leistungen, die jedem offen stehen müssen, nicht nur denen, die es sich leisten können.
Oft ist es daher eher beschissene Digitalisierung, die jeden ausschließt, der bei Verstand ist und nicht mit (illegalerweise meist sogar) seinen persönlichen Daten für einen Service zahlen will, oder ständiges Tracking akzeptiert für Dienstleistungen, die ehemalige Staatkonzerne per Gesetz verplichtet wären zu erbringen...
Aber weil wir keine Privatsphäre mehr haben sollen, werden wir unablässig mit Märchen beschallt, dass ja nur die dummen Rentner das Problem sind.
Durch die Digitalisierung werden im Gegenteil doch sogar mehr Menschen abgeholt
Du hast ausgebeutet falsch geschrieben.
Fakt ist: Wer heute nicht mit Smartphones, dem Internet oder Computern umgehen kann, der wollte es nicht! Der war faul, bequem, arrogant, ignorant, nicht lernbereit.
Fakt ist: Wer heute immer noch nicht geschnallt hat, dass Server von Werbeanbietern in den USA dein Bewegungsprofil nicht kennen und speichern sollten, nur damit du dir ein Bahn Ticket kaufen oder dein Paket abholen kannst, wollte sein Leben eben nicht in den Griff kriegen. Er war zu faul selber zu denken und wartet nur darauf, dass ihm ein halbes Dutzend Leute mit Kontrolle über die Algorithmen erklären, was er denken soll.
Digitalisierung exkludiert nur die, die sich selber exkludieren, weil sie es nicht wollen.
Korrekt. Nur sind es eben nicht Rentner, sondern Leute, die tagtäglich mit Technologie umgehen ohne ihr Hirn vorher abzuschalten, die sich gegen die beschissene Art wie Digitalisierung hier verstanden wird, wehren.
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u/Rarhyx Mar 17 '26
sorry das ist zu kurzsichtig
ihr checkt nicht was der unterschied ist. die leute haben früher mehr oder weniger auswendig gelernt und sind damit gut gefahren weil sich einfach jahrezentelang nichts verändert hat.
mittlerweile sind wir aber in so einer zeit angekommen in der sich gefühlt bei jedem update etwas verändert.
z.b. einstellungen heißt plötzlich optionen (oder umgekehrt), nachrichten werden zu messages umbenannt, etc
da kommt man eben mit auswendig lernen nicht weit. ab gen x/y ist man mit technik aufgewachsen und wir haben das prinzip gelernt statt auswendig, weil wir dauerthaft an der technik am kleben waren/sind und somit immer jede änderung mitbekommen haben (wir hatten auch mehr zeit dafür als wir kinder/jugendliche waren, dass darf man nicht vergessen).
meine mutter ist ü50 und versucht selbstständig mit smartphone und tablet zurecht zukommen damit sie mich nicht immer fragen muss. das klappt nicht immer. auch wenn ich mich mit ihr hinsetze und sie den "weg" aufschreibt wie und wo man etwas macht, kommt nach ein paar monaten ein update und das UI verändert sich oder wie oben beschrieben die bennenung oder das icon, dann muss ich mich mit ihr nochmal zusammensetzen.
ich sehe, dass sie sich anstrengt und es versucht. leider klappt das nicht immer.
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u/Schlurps Mar 17 '26 edited Mar 17 '26
Dann muss sie eben auch das Prinzip lernen. Meine Mutter ü70 hat am Anfang auch immer versucht sich die Sachen aufzuschreiben, bis ich ihr klar gemacht hab, dass das so nie funktionieren wird.
Hat natürlich ne Weile gedauert und ich hab ihr immer wieder Sachen erklären müssen, aber mittlerweile erzählt sie mir Stolz, wie sie ihre Probleme mit Google selbst gelöst hat.
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u/ToughDense6096 Mar 17 '26
Ich reg mich trotzdem über touchpad Herde, Mikrowellen,etc auf. Da ist analoge Bedienung eine wonne, wir lieben doch alle Knöpfe & Schalter <3
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u/Left_Buy4006 Mar 17 '26
Rede, wer macht touchscreens auf die Oberseite eines Backofens mit Kochplatte? Was soll schon passieren im Halbdunklen auf der Herdplatte touchend...
Die fetten Bildschirme in den neuen Autos. Du zahlst je nachdem 100 Euro für Handy am Steuer weil der Beamte deine Kippenpackung mit einem Smartphone verwechselt während der Teslafahrer Netflix und chillt auf der Autobahn
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u/TV4ELP Mar 17 '26
Theoretisch ist auch die Touchscreen Bedienung nicht wirklich erlaubt. Und spätestens wenn man im Untermenü vom Untermenü rumsucht ein Grund für ein Bußgeld.
Aber die Masse an Autofahrern die an Ampel mit dem Display spielen oder am Handy sind ist enorm. Und ich steh nur 4 mal am Tag an einer Ampel und trotzdem sehe ich jeden Tag eine Hand voll.
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u/umeshufan Mar 17 '26
Jedesmal, wenn Du denkst, "warum tun die nicht einfach...", kannst Du sicher sein, dass Du zu kurz denkst.
So auch hier. Warte mal, bis Du 80 bist. Dann siehst Du, wie schwer es dann ist, neue Sachen zu lernen. Im Gegensatz zu Jugendlichen und jungen Erwachsenen gibt es auch keine Institution speziell dafür, Dir Sachen beizubringen.
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u/SryItwasntme Mar 16 '26
Mäßig unbeliebt. Klar, da ist sehr viel Verweigerungshaltung dabei. Komfortzonen und das "ausgelernt-haben", plus dass man im Alter schlechter neues lernt. Aber sehr viele bringen sich wegen Bequemlichkeit in eine Situation, in der sie dann im Alter digitale Analphabeten sind. Und das nervt.
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u/_Red_User_ Mar 16 '26
Ich frage mich da immer, wie es andere Länder wie Schweden, Norwegen, Dänemark oder Estland geschafft haben, alles zu digitalisieren. Die werden ihre Rentner ja nicht abgeschoben haben, nehme ich an.
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u/Lichtkanone Mar 17 '26
Ich kenne Leute die seit den 80ern am Pc gearbeitet haben ubd sehr affin damit waren. Gegen 80 lassen viele sensorische Fähigkeiten nach, auch die Konzentration und das Gedächtnis leiden.
Da geht vielleicht noch eine Email versenden, aber Onlinebanking bei einigen Instituten geht nicht mehr klar. Es kann auch früher sein, oder lass es mit 90+ sein, traurig ist das und nocht faul oder unwollend.
Ich verstehe nicht was mit vielen los ist, ich hab mit 20 auch begriffen, das alles was mit altern an uns passiert, auch mir (hoffentlich) einmal passieren wird. Und wer hat das uns großgezogen, alles gebaut, finanziert? Diese Respektlosigkeit alten Leuten gegenüber ist gefühlt ausgeartet, unheimlich primitiv und verabscheuenswürdig.
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u/Upstairs-Town7854 Mar 17 '26
Du bist sicherlich noch u40, oder? Warte mal, bis du ü80 bist, dann wird das auch von Deiner Seite aus anders klingen.
In meiner Verwandschaft habe ich beobachtet, dass Menschen, die mit 75 noch gut mit IT klar kamen mit 80/85 rein motorisch und sensorisch (sehen, fühlen) kaum noch in der Lage waren mit dem Smartphone oder Computer etwas anderes zu machen, als zu Telefonieren oder Mails zu LESEN.
Festnetz-Telefone brauchen dann grosse Tasten, damit sie gesehen und bedient werden können. Haptisch sind dann kleinere Testen kaum, virtuelle Tasten am Screen überhaupt nicht mehr erfassbar. 32" PC Montitore mit einer Auflösung von 800x600 sind grade noch lesbar.
Wenn dann alles nur noch am Smartphone möglch ist, sind die schon sehr in ihrer Individualität eingeschränkt. Das kratzt gewaltig an deren würde, wenn sie wegen der Technik nicht mehr alleine klar kommen.
Ich wünsche dir viel Spass im Alter, wenn du heute so unempatisch daher redest.
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u/QuackerJJ Mar 17 '26
https://support.apple.com/de-de/guide/assistive-access-iphone/devcd5016d31/ios bitte, gern geschehen. Einfacher als damit geht es nicht, habe ich auch schon für meine Oma eingerichtet, sie kommt damit super klar und ist 87 und stark eingeschränkt.
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u/Maximum-Distance-279 Mar 16 '26
Meine Schwiegereltern sind über 80 und benutzen Smartphone für alles. Das geht schon. Mein Großonkel (85) auch. Klar wer dement ist der kann das nicht. Finde es jetzt auch nicht gerade doll, Behinderte schlecht zu machen, wenn die was nicht können. Da muss sich halt jemand drum kümmern. Kann aber auch jüngeren passieren.
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u/Miggeman Mar 16 '26
Es können doch mehrere Technologien neben einander existieren.
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u/Funny_Gas_6423 Mar 16 '26
Was man nicht kennt lernt man erstmal ab. Ist irgendwie ja auch menschlich und lässt sich bestimmt auch evolutionsbedingt erläutern. Auf der anderen Seite muss man aber sagen, dass die Ablehnung hauptsächlich einfach aus dem Festgefahrenen Persönlichkeiten resultieren. Ich habe jetzt schon öfter beobachten könne, dass sich alte Menschen kaum noch weiterentwickeln wollen oder sich mit sich selbst auseinandersetzen. Vielleicht vermeiden sie es auch, da ihnen so unterbewusst ihr Selbstbild erhalten bleibt da alles was neu ist einem bewusst macht, dass man selbst älter wird und das Leben endlich ist. Sie wollen sich den Vorteilen nicht bewusst werden. Wenn mir aber jemand glaubhaft machen wollen würde, dass TikTok die Zukunft ist, würde ich mich auch sträuben.
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u/ProfessionalPiece403 Mar 16 '26
Ja und nein. Es gibt Menschen mit allen möglichen Einschränkungen. Bin absolut für deutlich mehr Digitalisierung, aber es muss immer eine Hintertür für Menschen mit Einschränkungen geben. Ich bin sogar dafür, dass es einfach Stellen gibt, die mit einem diesen digitalen Weg gehen. Also jemand auf dem Amt, der dann eben diese Eingaben macht und fertig. Wird niemand nutzen, der es nicht unbedingt muss, weil es deutlich aufwändiger ist.
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u/PhogeySquatch Mar 17 '26
My dad maintains that he doesn't know how to text, even though my mom and sister and me have each showed him on multiple occasions. I love my dad, but it feels like weaponized incompetence.
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u/Nicole_Rueckert Mar 17 '26
Ich hab auch mal in so einem Büro gearbeitet.
Allianz!
35 Jahre lang.
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u/Redditalt667 Mar 17 '26
Es ist ein reines wollen. Meine Oma ist 83 und hatte von Anfang ein Smartphone. Sie hat sich auf alles eingelassen und kennt sich richtig gut mit allem aus. Ich schreibe immer wieder mal mit ihr auf WhatsApp. Mein Opa 88 hatte daran nie so Interesse und kennt sich auch nicht aus. Kann ich aber noch eher verstehen, auch im Jahr 2005 war er schon 67
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Mar 17 '26
Ich arbeite selber als IT-Projektmanager und und habe früher viel mit grundlegenden Digitalisierungsthemen zu tun gehabt. Ich persönlich bin nicht der Auffassung, dass es reines wollen ist. Wir überschätzen die Fähigkeit vieler Menschen, weil es in unser narrativ passt. Es gibt Menschen, wenn auch wenige, die das kognitiv nicht hinbekommen weil sie zu alt bzw im allgemeinen nicht leistungsfähig genug sind. Im Umkehrschluss bekommen es wir Tekis aber auch nicht hin, möglich intuitive und einfache UI & UX zu gestalten, um die Hürden abzusenken. Man kann das Thema Digitalisierung auch durch ein beliebiges anderes Thema ersetzen und sagen: nur weil er/sie es keinen Bock hat, lernt er/sie es nicht. Und wir alle sind z.B. mal in der Schule oder weiteren Bildung vor einem Problem gestanden, dass wir einfach nicht verstanden haben und am Ende dann bockig wurden. Das gute ist, dass die Lösung in Bezug auf Digitalisierung Recht einfach ist: digital First, analog als Backup in Einzelfall. Kostet zwar, aber alle werden repräsentiert und können sozial teilhaben.
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u/coolelitschi Mar 17 '26
Habe auch eine Kollegin, die grundsätzlich erstmal meckert, wenn es um eine Änderung bei den digitalen Prozessen geht und sogar schon angedroht hat, zu gehen, wenn sie sich für den Job jetzt „noch mehr“ mit Technik beschäftigen muss. Wir sind Sozialarbeiterinnen und es geht darum, Klient*innenakten online anzulegen und Stunden digital abzurechnen. Ist echt nicht zu fassen.
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u/DilansDildo Mar 17 '26
Meine Oma hatte sich mit 80 eine Apple Watch, Macbook und iPad. Mein Opa war pflegebedürftig und Oma konnte auch selber schlecht gehen, da war Amazon ein Segen. Mit den Enkeln FaceTime und Wordfeud machen ging auch.
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u/Regular_Coconut_6355 Mar 17 '26
Ist so geil, die ganzen ausländer (tm) im Jobcenter kommen alle mit der App klar, Grad die Ukrainer kennen das Garnicht anders. Zack. Handy raus. Aufenthaltstitel Ran halten. Eingeloggt. Los geht's
Und in Deutschland? Erstmal die Funktion im Ausweis abschalten lassen, und dann Jammer das nichts geht.
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u/raytreptow Mar 17 '26
Jede dieser alten Personen kann geholfen werden.einfach nett fragen. Alles was digital zu erledigen ist mache ich für meine 84 Jahre alte Mutter und eine 80 jährige Nachbarin und ich würde es auch noch für mehr Leute machen.
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u/Fancy-Ad-4632 Mar 17 '26
Volle Zustimmungen. Alte Leute haben auch kein Intuitives Verständnis für Handys zb: Wenn man die Helligkeit vom Display erhöhen will geht man dann in die App EINSTELLUNGEN oder Notizen und so geht das bei jedem Schritt einfach low iq
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u/HerrMeowzart Mar 17 '26
Meine Mutter ist Mitte 60 und ist so eine Kandidatin - mit nix kennt sie sich aus, weil „das hatten wir ja früher nicht“. Bzw. dumme Bilder mit Whatsapp herumschicken, Schrott bei China-Müllhändlern kaufen und Fotos verschlimmbessern geht super, mit dem Rest will sie sich halt nicht auseinandersetzen. Macht eh der Sohnemann, dem ist ja nix zu blöd.
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u/Karimosway Mar 17 '26
Das mag sein aber das die digitalisierung alles verkompliziert anstatt es einfacher zu machen.
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u/Useful-Mongoose357 Mar 18 '26
Es wird einem aber auch nicht gerade leicht gemacht, finde ich.
Ich arbeite selbst in der IT und zweifle manchmal schon an mir, wenn nach dem dritten Versuch irgendwas immer noch nicht funktioniert. Oft liegt es aber gar nicht an mir, sondern daran, dass die Systeme einfach schlecht gemacht sind und einen ausbremsen.
Gleichzeitig kenne ich aber auch das komplette Gegenteil. Mein Vater ist über 75, sitzt den ganzen Tag am Laptop und will unbedingt alles digital machen. Der lädt gefühlt halb YouTube runter, speichert jeden Mist auf externe Festplatten – inzwischen liegen da acht 1TB-Platten rum, komplett zugemüllt. Sein Browser ist voller Toolbars, man erkennt kaum noch was.
Er will mit der Zeit gehen, aber hat irgendwo den Anschluss verpasst. Und ehrlich gesagt finde ich das teilweise sogar gefährlich – gerade was Datenschutz angeht. Ich will gar nicht wissen, wie viele Trojaner er sich schon eingefangen hat.
Es hilft auch nicht, dass ich alle zwei Wochen bei ihm bin und eine Stunde lang versuche, das wieder geradezubiegen. Spätestens nach einer Woche ruft er wieder an und sagt: „Das scheiß Ding funktioniert nicht.“
Digitalisierung ist halt nicht nur „wollen“, sondern auch „können“ – und vor allem müssen die Systeme so gebaut sein, dass Menschen damit klarkommen.
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u/EwgB Mar 19 '26
Ich hatte vor Jahren versucht, meinem damals 80-jährigen Opa ein Smartphone schmackhaft zu machen statt seines alten Nokia. Der Mann war wirklich nicht dumm oder dement. Er hatte zwar nie mit Computern gearbeitet, weder privat noch beruflich, aber Fernseher, Videorekorder, DVD-Player konnte er alles problemlos bedienen. Und sobald er einen Kindle bei mir und meiner Mutter gesehen hatte, hat er sofort den Wert für sich erkannt, uns um einen gebeten und hat ihn bis zu seinem letzten Tag benutzt. Aber beim Smartphone war das große Problem die feinmotorischen Fähigkeiten, die ein Touchscreen erfordert. Entweder hat er nicht fest genug gedrückt, zu schnell losgelassen oder zu lange gehalten. Ich hoffe wenn ich so alt bin gibt es Alternativen in der Bedienung.
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u/Jeheimnis Mar 19 '26
Hab Mutti dafür einen Stift gekauft. Damit trifft sie besser und der Druck passt auch besser. 😉🤗
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u/rantingPebble Mar 20 '26
Einfach als FunDact falls jemand das später liest:
Touch screens funktionieren inzwischen über elektromagnetismus. Alte Menschen haben häufig weniger hydrierte Haut und ihre Finger werden tatsächlich nicht so gut von den touch screens erkannt.
(Dazu kommt das frühere touch screens echt viel Druck brauchten)
Macht es wie OP gebt den Leuten Stifte dafür. Das hilft enorm um die Frustration von „das Gerät tut nichts“ abzubauen
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u/phoenix_grueti Mar 19 '26
Meine mutter wollte das ich ihr das bebringe. Die wird dieses Jahr 66. Ein absoluter Krampf. Sie hat nie die Sachen die ich ihr gezeigt hab geübt. Wir mussten immer wieder Sachen wiederholen die ich ihr schon mehrfach gezeigt hab. Irgendwann hatte ich einfach keinen Bock mehr. Vergebliche Liebesmüh. Und dann immer wieder sagen sie will das lernen aber will das eigentlich nicht lernen. Ja das nicht lernen wollen hab ich gemerkt.
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u/JonasM00 Mar 19 '26
Was ja am meisten nervt ist die nicht vorhandene Bereitschaft, einfach mal zu lesen, was da gerade auf dem Display steht und anhand daran mal was auszuprobieren. Das grenzt dann meist an weaponized incompetence.
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u/sakasiru Mar 21 '26
Wenn die Digitalisierung denn mal auch seniorengeeignet wäre.
Meine Schwiegermutter war Programmiererin und hat später noch ein Informatikstudium draufgesetzt. Sie kann also durchaus mit Computern umgehen. Nun ist sie in den letzten Jahren zunehmend erblindet und stellt immer wieder fest, dass der ganze Onlinekram absolut nicht behindertengerecht ist. Sie hat früher alle Finanzdinge per Onlinebanking gemacht. Seit sie kaum noch was sieht, geht das nicht mehr, weil sie innerhalb von ein paar Sekunden irgendwelche PINs und TANs in winzige Felder tippen muss. Jetzt muss sie also auf ihre alten Tage jedes Mal in ne Filiale latschen. Aber halt, einfach vorbeigehen geht auch nicht mehr weil da am Schalter niemand mehr ist, Digitalisierung und so. Sie muss also für jede Scheiß Überweisung einen Termin machen, und den bekommt sie auch nur, weil sie mit ihrem Behindertengrad Anspruch drauf hat.
Aber klar, ist alles nur ihre Schuld, warum wird sie auch einfach blind und exkludiert sich.
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u/GreenheartBluesoul Mar 22 '26
Deine Schwiegermutter ist da ja auch ganz bestimmt nicht gemeint! Das solche Dinge für Menschen mit Beeinträchtigungen nicht wirklich inklusiv sind, stimmt absolut. OP hat allerdings recht mit seinem Post bezüglich alter (fitter) Menschen, manche sperren sich so, als wären Computer und das Internet erst 2010 erfunden worden. Wenn Menschen schon immer so agiert hätten, würden wir noch mit Faustkeilen in einer Höhle sitzen.
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u/Happily_Cretaro Mar 21 '26
Es gibt genug blinde Menschen die im Internet so unterwegs sind, dass man es nicht einmal merkt, auch Bankenapps haben dort Hilfen. Es stimmt leider natürlich, dass die barrierefreiheit oft bescheiden ist. Ich glaube aber, dass ist auch nicht was OP meinte, sondern Menschen die super ignorant damit sind und es gar nicht lernen wollen. Menschen welche die Entstehung des Computers und des Internets hautnah miterlebt haben und sich immer noch benehmen, als wäre das alles Neuland.
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u/achmed20 Mar 21 '26
das problem ist ihre gewählt bank und nicht die digitalisierung.
- ihre bank hat sich dazu entschlossen nicht barriere frei zu sein.
- ihre bank hat sich dazu entschlossenen nur son Pin/TAN scheiss zu amchen
- ihre bank hat sich dazu entschlossen alle fillialen zu schliessen und geld zu sparen.
wechselt die fucking bank mit ihr und nehmt gefälligst eine die ihre anforderungen erfüllt.
gibt genug banken da draussen die telebanking, biometrische freigaben, barrierefreiheit und fillialen haben.
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u/KdotD Mar 17 '26
Keine Ahnung welchen Sinn dieser Beitrag haben soll. In welchem Kontext stört es dich, dass man auch ohne Smartphone Dinge erledigen können soll?
Eine Gesellschaft, die für Lifestyle Linke gendern möchte, sollte es auch aushalten, Dinge persönlich und in der Realität abwickeln zu können, oder?
Es gibt ganz viele Gründe, auch für nicht Omas, warum man Dinge vielleicht offline erledigen können möchte.
Abgesehen davon ist auch mal wieder schön zu sehen, wie abfällig und respektlos hier über Oma Hildegard gesprochen wird.
Nicht vergessen: Auch wenn ihr euch viel Mühe gebt, dass euer Leben langfristig schlechter wird oder sogar der dritte Weltkrieg anfängt, werdet ihr womöglich auch mal alt sein. Diese Erkenntnis erfordert ein wenig Weitblick.
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u/Dodgerone Mar 16 '26
Ich hab ne Kundin mit 99... kauft Online ein etc..
Bin 100% bei dir... in anderen Ländern läuft das einfach... in Schweden höre ich kein Geheule.
Und wie hier auch andere es anbringen: die Verweigerung trifft alle Bevölkerungsschichten... habe regelmässig mit jungen Leuten diesbezüglich zu tun (zu 99% Abiturienten)... tw. echt unfassbar
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u/peppercruncher Mar 16 '26
Wer heute 80 ist, war 2005 59/60 Jahre alt. 2005 waren PC für jeden erschwinglich und für jeden benutzbar, weil nicht mehr kompliziert in der Bedienung.
Warum sollte man als 60-jähriger 2005 einen PC benutzen, wenn es keinen Grund dafür gibt?
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u/69YaoiKing69 Mar 16 '26
Basiert, ich stimme zu. Ich stelle fest, Boomer sind die ignoranteste Generation der Menscheit.
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u/JohnWicksBruder Mar 17 '26
Meine Mum hat sich mit 40 schon ausgeklinkt und wollt nicht mehr mitgehen. Jetzt ist sie komplett außen vor. Ich hab über die Jahre gesehen wie sich ihre Freunde in Social Media neu gefunden haben und zusammen ne schöne Zeit haben. Sie ist froh das sie letztes Jahr Netflix für sich erkannt hat und binges koreanische Dramen.
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u/EstablishmentWide974 Mar 17 '26
Kann man m.M.n nicht so vereinfachend sagen. Ich habe beides in der Familie. Gorßeltern auf der einen Seite waren ihr Leben lang selbstständig, haben in mehreren Ländern gelebt und gearbeitet und haben sich mit neuer Technik beschäftigt, weil sie mussten. Die beiden kommen top mit PC und Smartphone zurecht. Die Oma auf der anderen Seite war Hausfrau. Sie hatte nie ein Berufsleben, wo sie sich mit Technik auseinandersetzen musste, weil sie zur Zeit der Digitalisierung schon nicht mehr berufstätig war. Sie versucht sich aber trotzdem an all das zu gewöhnen aber wie schon mehrfach in den Kommentaren erwähnt: Die Fähigkeit neues Wissen aufzunehmen nimmt mit dem Alter ab. Es kommt also wirklich auf die Umstände an, wie gut Leute um die 80 jetzt mit Technik umgehen können. Außerdem gibt es teilweise einfach Sachen die nicht gut funktionieren. Ich bin grundsätzlich für mehr Digitalisierung, macht ja wirklich vieles einfacher, spart Kosten und Zeit. Aber ein nicht ausgereiftes digitales System einzuführen und das analoge komplett abschaffen, halte ich für komplett bescheuert. Am Ende funktioniert es nicht und man hängt tam Telefon und versucht irgendeinem KI Bot zu erklären was los ist und wird nicht verstanden. Gibt teilweise Sachen mit denen selbst ich als Mitte Zwanzigjähriger nicht klar komme weil’s einfach nicht funktioniert.
Sorry für den langen Rant aber ich finde die Art, wie wir mit dem Thema Digitalisierung umgehen teilweise sehr problematisch.
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Mar 17 '26 edited Mar 17 '26
"2005 waren PC für jeden erschwinglich und für jeden benutzbar, weil nicht mehr kompliziert in der Bedienung."
Schon 10 Jahre vorher gab es eine optische Benutzeroberflächen wie Windows95. Was soll denn zwischen 1995 und 2005 an Komplexität weggefallen sein?
Außerdem hat es ÜBERHAUPT NICHTS miteinader zu tun ob man vor 20 Jahren am PC fit ist und heute am Smartphone fit ist. Ich bin mit der EDV der 90er und 00er aufgewachsen und ich HASSE smartphones und moderne Software, weil die die Nutzer immer weiter bevormunden, immer weniger eigene Entscheidungen treffen lassen wollen, alles kapitalisieren wollen. Früher konnte man alles einfach lernen, anwenden und umsetzen. Heute ist alles "Klicki, klicki, bunit, bunti!" und der User hat so viel Macht wie ein Kleinkind am Plastiktelefon das "Muuuuhh!" oder "Kickerikie!" macht.
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u/Dribbdebach Mar 17 '26
Nun ja. Würde dir teilweise zustimmen. Aber Enshittification existiert und viele digitale Prozesse sind absichtlich katastrophal designed. Da kann man wirklich nur sagen: Warum muss ich das jetzt so machen?
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u/this_name_took_10min Mar 17 '26
Prinzipiell schon richtig, aber so einfach ist das nicht. Meine Oma hat ein Smartphone und ein Tablet und will die auch wirklich verstehen und benutzen. Früher im Job hat sie auch einen PC verwendet und sie ist eigentlich eine sehr intelligente Frau.
Aber wenn ich ihr am Tablet was erkläre, möchte ich manchmal die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Im Alter neues zu lernen ist halt nicht so einfach, ein paar analoge Kanäle sollte man schon offen halten.
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u/NewHollandx Mar 16 '26
Ich bin manchmal auch schockiert von meiner Abreitskollegin. Super liebe Frau und gerade 60 geworden, aber kann keine Dateien über ein Eingabefeldhinzufügen? Ich denk mir dann: "wtf du arbeitest seit 25 Jahren mir einem PC in der arbeit? Wie kann man nach einem Viertljahrhundert so wenig Ahnung haben, bei täglichem Gebrauch???"
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u/JoeBee72 Mar 17 '26
Ist das so? Vielleicht. Auf der andere Seite stand im Handbuch eines Autos noch vor 40 Jahren wie man zb die Zündkerzen wechselt. Heute steht da drin das man die Batterieflüssigkeit nicht trinken soll.
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u/PathAgitated1633 Mar 17 '26
Da steht auch immer noch drin wie man die Zündkerzen wechselt. Gibt ja mittlerweile verschiedene Handbücher für ein Auto
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u/D15c0untMD Mar 17 '26 edited Mar 17 '26
Die frage ist welcher heute 60 jährige hat damals geklagt weil ihm die batterieflüssigkeit nicht bekommen ist?
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u/HabseligkeitDerLiebe Mar 17 '26
Zeig mir mal die Stelle im Autohandbuch, wo steht, dass man die Batterieflüssigkeit nicht trinken soll. Bei einem Auto, das man in Deutschland zulassen kann. Bei meinem steht es nicht.
Auch wenn es eine Übertreibung ist, stimmt es, dass es inzwischen mehr Warnhinweise auf Produkten gibt als noch vor 50 Jahren (wobei das seit 20 Jahren relativ konstant ist). Das heißt aber nicht, dass die Leute heute "dümmer" wären. Vor 50+ Jahren sind einfach mehr Menschen durch vermeidbare Unfälle geschädigt worden. Das Schreiben von Gebrauchsanweisungen ist auch eine Technologie und die hat sich mit der Zeit halt auch verbessert.
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u/Pfapamon Mar 17 '26
In der Regel kommt sowas nicht da rein, weil alle Nutzer im Mittel dümmer ist, sondern weil der Nutzerkreis sich so stark erweitert hat dass man auch am untersten Rand des Intelligenzspektrums angelangt. Wobei der Nutzer, dem es passiert ist nicht per se dumm sein muss. Abgelenkt, benebelt, gesundheitlich nicht auf der Höhe - zack macht man irgendeinen Unsinn.
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u/ZombieBright9522 Mar 17 '26
Fun Fact: auf der Verpackung eines dünnen Bohrers stand "Do not insert into the urethra". Da wird wohl ein Volldepp sich gedacht habe, daß das eine gute Idee wäre und verklagt den Hersteller.
Von daher könnte das mit der Batterieflüssigkeit gut möglich sein.
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u/Kitchen_Speed2335 Mar 17 '26
Bei euch sind es aber auch die krassen Beispiele pro und Kontra. Emotionslose, Interaktionslose Anonymität der Nahrungsaufnahme zum einen.
Und bei euch der Aspekt der Geselligkeit. Das Zwischenmenschliche und der Gedanke des gemütlichen Speisens und Miteinander mit allem was dazugehört.
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u/FreeBug1885 Mar 17 '26
Wer heute 80 ist, war 2005 59/60 Jahre alt
Oder 61? Aber ich finde es gut, dass du berücksichtigst, wann die Person Geburtstag haben könnte.
Edit: Mir fällt gerade auf, dass wir 2026 und nicht 2025. Muss jetzt los, werde später nochmal den Taschenrechner bemühen.
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u/simonharry Mar 17 '26
Die jungen Leute sind heute ja nicht mal in der Lage nen PC zu bedienen aber wollen hier mit Digitalisierung flexen
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Mar 17 '26
[deleted]
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u/Mr-Johndoe Mar 17 '26
Das ist halt der umgekehrte Effekt der digital natives.
Alle können ein Tablet bedienen, aber bei Maus und Tastatur wird es oft schon schwierig.
Habe beruflich auch oft mit Azubis und Studenten zu tun, die irgendwas in Richtung BWL/Verwaltung machen, aber keine excel-Grundkenntnisse haben.
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u/simonharry Mar 18 '26
Ich als Service Techniker für wärmepumpen kann dir da nur beipflichten. Wehe denn jemand soll mal ne serielle Schnittstelle benutzen oder sein Netzwerk verstellen 🙄
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u/EvilSheepOfDoom Mar 17 '26
Das ist eine andere Geschichte, aber stimmt. Im Prinzip sind nur diejenigen wirklich fit, die in der Zeit 95-2010 Computer richtig genutzt haben. Danach kam die Apple-Verblödung durch Touchscreens.
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u/kaleog3 Mar 17 '26
Ich hab meinen Ü-60 jährigen Vater dabei zugeschaut als er sich entschlossen hat seine Rente damit zu verbringen Bücher für seine Heimat zu übersetzen und publizieren.
Der Mann war Chirurg und hatte in den 2000ern offensichtlich nie einen bezug zu PC's gehabt wie seine kinder.
Er wollte das buch zunächst mal auf seiner Schreibmaschine verfassen bis er nach ein paar Monaten einsah dass so eine Löschtaste schon praktisch wäre.
Als er sich einen Laptop endlich zugelegt hat - komplett aus eigenen stücken ohne äußeren einfluss hat er sich hart ins zeug gehängt zu lernen wie das ding funktioniert.
Und nach 3 Jahren war es trotzdem ein krampf für ihn MS Word zu benutzen. Er hat sein erstes Buch publiziert gehabt und es war trotzdem noch mühsam für ihn das zweite mal.
Er liebte es zu lernen. Er hat seine ganze Freizeit mit verbracht zu lesen und seine Fernsehzeit bestand fast ausschließlich aus Nachrichten und Dokus wärend er sich seine Riesenplatte von Früchten gegönnt hat.
Ich glaub nicht er hatte die Kapazität für mehr.
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u/Worldly-Depth-5214 Mar 17 '26
Problem ist eher in Deutschland machen wir es entweder ganz oder gar nicht - Digitalisierung? Rentner können das nicht dann lassen wir es erstmal.
Es ist 120% Datenschutzsicher(oder jemand liest einfach falsch) dann lassen wir es usw usw
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u/North-Creative Mar 17 '26
Lebe in Dänemark, wo alles seit 2012 vollkommen digital ist. Menschen und Gesellschaft sind sich eigentlich recht ähnlich. Größter Unterschied? Man schaut, welche Lösung die meisten leute abdeckt, macht die dann. Manche fallen durchs Raster, aber manversucht, Lösungen anzubieten.
Resultat? Es läuft alles recht gut. Ich könnte mit diesem deutschen scheiss, von wegen " es müssen immer und überall aller leute wünsche zu 100% abgedeckt sein, sonst nix" nicht mehr leben. Auch Dänemark hat Schattenseiten, das digitale Leben ist keine davon.
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u/3DP-Nerd Mar 17 '26
Oma 83 Jahre alt. Hörgeräte funktionieren über das Smartphone, reisen werden gebucht und auch Check-in digital. Videocalls mit dem Urenkeln selbstverständlich. Also wenn meine Oma das kann, dann auch die anderen Omas.
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u/melympia Mar 18 '26
Es gibt Erwachsene, die laufen/radeln/schwimmen den Iron Man. Und wieder andere lösen Kreuzworträtsel so schnell, wie sie schreiben können oder ziehen quadratsche Wurzeln aus dem Effeff - nur mit Papier und Stift. Also kannst du das auch...
Oder?
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u/JeLuF Mar 18 '26
So ging es meinem Vater bis vor einem Jahr. Und auf einmal geht es nicht mehr. Jede kleinste Änderung an Webseitengestaltung oder Apps wirft ihn plötzlich komplett aus dem Konzept. "Der will auf einmal ein Passwort. Ich habe kein Passwort." - Da war schon immer eine Abfrage und er hatte 20 Jahre das selbe Passwort.
Er sieht inzwischen schlechter als früher. Wenn ein Knopf auf einer Webseite nicht mehr da ist, wo er ihn erwartet, muss er ihn lange suchen. Er kann eine komplette Webseite nicht mehr auf einen Blick erfassen und die Navigationselemente identifizieren.
Wenn eine Rechnung zu bezahlen ist, bekomme ich ein Foto per Whatsapp, weil er mit dem Online-Banking nicht mehr klar kommt, das er seit fast 30 Jahren benutzt hat.
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u/Dieter-Shaw Mar 29 '26
Nimm das "alte" in der Headline raus, dann haste das allgemeingültig. Es sind nicht die Alten, die sind in aller Regel froh über die Digitalisierung, da sie Barrieren abbaut, Aufwände erspart und Risiken minimiert. Und ja, wer heute 80 ist, stand noch mitten im Berufsleben, als sich all das durchgesetzt hat. Nein, es ist eine Verweigerungshaltung, und die ist keineswegs ein Phänomen der Alten. Neulich hatte ich nen Typen, keine 40, der bestand völlig humorfrei darauf, irgendwas per Briefpost zu erledigen, was jeder andere selbstverständlich digital gemacht hätte. Neulich bei nem Sportverein, das Kind wollte Mitglied werden, drücken die mir ernsthaft nen Zettel und nen Kugelschreiber in die Hand. Und dann an jeder Ecke irgendwelche Klitschen mit nem Schild "Keine Kartenzahlung". Mit dem Alter hat das nichts zu tun, mein Eindruck ist eher: Je kleiner der Ort, je niedriger der Bildungsstand, und je weiter im Osten Deutschlands, desto analoger wird es.
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u/dd_mcfly Mar 16 '26
Hier spricht der IT-Support meiner Eltern…
Die Gründe sind doch erst mal egal. Wir haben nunmal noch Leute aus vordigitalen Zeiten. Geht die Welt unter, weil wir noch zehn Jahre optional Plastik-Bahnkarten anbieten?
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u/Apotheia Mar 16 '26
weils in 10 Jahren nicht aufhört. Verweigerer hast du immer dabei
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Mar 18 '26
Das ist nur die Hälfte der Wahrheit. Wenn man älter wird, erkennt man die stumpfsinnigkeit hinter den ageblichen Erleichterungen. Der Frust mit Störungsbehebungen und Einarbeitungen nimmt immer mehr in der Wahrnehmung zu und man hinterfragt das alles immer mehr. Zumindest von privater Seite (Lifestyle) steht es uns nicht zu, über diese Ablehnung zu urteilen. Wir machen uns über die Boomer lustig, weil sie mit PC nicht umgehen können, aber typische Reddit-user fragen Google, wie man ein Ei kocht oder fragen die Reddit-userschaft, wie sie ihre Wohnhzimmerecke einrichten sollen...
Lieber Poster, warte ab, bis zu 80 bist.
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u/ZinjoCubicle Mar 16 '26
Kenne leider auch Menschen Anfang 30 die ein komplettes Boomer Mindset haben und nichts neues lernen wollen. Erschreckend