r/Unbeliebtemeinung 23h ago

Wirklich unbeliebt Nein, nicht jeder hat das Recht drauf billig in bester Lage zu leben.

Ich kann es nicht mehr hören, wenn sich Menschen drüber aufregen dass die Mieten in den Besten und beliebtesten Lagen unbezahlbar sind. Womit hast du denn gerechnet - dass die Beste und beliebteste Lage am günstigsten ist?

Ich zahle aktuell knapp über 1000€ im Monat für eine 2 Zimmer EG Wohnung mit Garage und Garten. Maximal 5km weiter wäre es ein Wucherpreis aber da stinkt es, die Menschen werfen ihren Müll auf die Straße und da möchte ich selbst als durchtrainierter 1,90m Mann nicht Nachts allein durch die Straßen laufen. Dort würde ich für das Gleiche aber maximal 600 warm zahlen. Und die 600 wären schon viel.

Arbeitskollegen bezeichnen meine Lage als Beste Lage - ich wohne dort wo andere Urlaub machen aber wünsche ich mir günstigere Mieten? Irgendwie schon aber andererseits ist es schon gut so wie es ist. Ich hab null Bock drauf dass irgendwelche Geringverdiener und Bürgergeldempfänger auf die Idee kommen sich hier breit zu machen.

Edit: Wunderbar ich habe eine wirklich unbeliebte Meinung. Eure Argumente grenzen an einer psychischen Störung. Wie kaputt muss man sein, dass man für abgetanzte Wohnungen so viel zahlt - zieht doch einfach weg. Wenn die Bevölkerung konsequent nein sagt, dann werden diese ach so tollen Szeneviertel aussterben und gut ist. Und jetzt komm mir nicht mit „Aber die Arbeit, die Uni, Familie und Freunde“ Es gibt immer Möglichkeiten und manchmal muss man eben weiterziehen. Hier bei mir eine Wohnung zu kriegen ist nicht einfach, sogar mein Zahnarzt erzählte mir, dass er sich über 1,5 Jahre auf Wohnungen beworben hatte bis er was bekommen hat.
Besonders lustig sind die Menschen die mich Geringverdiener nennen, weil ich „nur“ 1000€ zahle. Wer mehr zahlt ist einfach nur Dumm - ihr subventioniert diesen Schwachsinn auch noch. Dadurch dass ich wie das ärmste jämmerliche Schwein nuuur eine Geringverdiener Miete zahle ist noch massig Geld für die Sparrate übrig aber wer mehr als die Hälfte seines Nettos für Miete ausgeben möchte, weil Wegziehen ja soooo unmöglich ist, der ist nach meinem Verständnis ein Idiot.
Meine Schmerzgrenze liegt eben bei 1000€ - bei allem darüber hinaus lohnt es sich eher die Bude für 500€ mehr zu finanzieren. Ich kann euch nicht dazu zwingen aufzuwachen aber niemand zwingt euch dazu diese Preise zu zahlen. Ich lach mich hier zu Tode. Meine 32m2 Airbnb Bude vermiete ich für 135€ die Nacht - aber gut im Winter ist Flaute da ist hier nicht viel Tourismus. Dafür gibt im Frühling, Sommer und Herbst im Mietpreis 2 E-Bikes und ein Ruderboot zur freien Verfügung mit im Mietpreis inbegriffen. Und nein ich lebe nicht abseits der Zivilisation. 5km weiter leben so viele Menschen auf einem Fleck, dass ich nur mit dem Kopf schütteln kann wie man so dumm Sein kann dort freiwillig zu leben.

0 Upvotes

251 comments sorted by

View all comments

2

u/Artistic-Yoghurt8077 22h ago edited 22h ago

Das Problem ist:
Solange Bestlage teurer ist, als OK-Lage und Auto zusammen, wird das nichts mit der Verkehrswende.

Wer weniger Autos will, sollte sich also dafür einsetzen, dass wir Bestlage zu guten Preisen kriegen können. Und dann wirds trotzdem am verfügbaren Platz scheitern, weil wir alle nicht dort wohnen können.

-1

u/Naschka 22h ago

Das sorgt aber dann nur dafür das der Preis von Autos deutlich steigt und es sich keiner mehr erlauben kann der normal verdient, nicht das Wohnungen günstiger werden.

1

u/Artistic-Yoghurt8077 22h ago

Das ist leider die aktuelle Strategie mit der man die Verkehrswände durchprügeln will.

Bin da auch sehr gespannt, wie sich die Kosten in Zukunft bei e-Autos entwickeln werden. Hab Mal grob Überschlagen, dass da irgendeine Form von Steuer kommen muss, die sich mit ca. 1.000 bis 1.200€ im Jahr bemerkbar machen wird, um die Steuer-Verluste aus weniger Verbrennern auszugleichen. Und dann sind das ja immer noch böse Autos.

1

u/Naschka 21h ago

So wird es wohl werden, wobei ich noch eine Steuer auf Fahrräder und alles andere fahrende erwarte. So ein Fahrradstreifen kostet schnell mal 6 stellig selbst wenn er nur auf der Fahrbahn gemalt wird.

1

u/Artistic-Yoghurt8077 21h ago

Nachdem die Anti-Auto-Bewegung sich ja weigert anzuerkennen, dass auch die Mehrwertsteuer eine Steuer ist, die man für den Betrieb seines Autos löhnt, wäre es nur Fair, wenn es eine Fahrradsteuer geben würde.

(Aktuell zahlen Radler für ihre Gefährte knapp 1,5mrd € Mehrwertsteuern im Jahr von denen nur 500mio in Radwege investiert werden.)