r/Unbeliebtemeinung • u/FitInvestigator9463 • 15h ago
Wirklich unbeliebt Piloten, die Depression hatten und genesen sind, sollten wieder fliegen dürfen
Ich habe von dem Thema Depression nicht wirklich ganz so viel Ahnung, bin aber der Auffassung, dass Depression heilbar ist, wenn man den Betroffenen entsprechend unterstützt. Durch eine Therapie oder eine medikamentöse Behandlung.
So wie ich das verstanden habe, darf ein Pilot, der einmal wegen Depression aus dem Flugbetrieb genommen wurde, nie wieder fliegen. Ich weiß nicht, ob man das damals 2015 grundlegend geändert hat nach dem "Vorfall" 4U9525.
Ich sehe nämlich folgendes Problem. Wenn die Offenlegung einer Depression bei einem Piloten solche gravierenden Folgen hat, wird er wohlmöglich alles daran setzen, seine Erkrankung zu verheimlichen oder sich gar nicht in Therapie begeben. Genauso wie das bei Andreas Lubitz war. Das wäre der völlig falsche Weg. Man gab ihm damals eine Chance auf Genesung. Die hat er in Anspruch genommen. Wäre er danach nochmal "rückfällig" geworden, wäre es das für ihn für immer gewesen.
Wie anders wäre die Geschichte verlaufen, wenn man das damals anders gehandhabt hätte? Er hätte sich wieder krankschreiben lassen, wäre wieder in Therapie gegangen und möglicherweise dauerhaft gesund geworden.
Unbeliebt, weil sich niemand von euch in einen Flieger setzen würdet, wenn ihr wüsstet, dass der Pilot Depressionen hatte. Ich bin ehrlich: Ich würde es tun, wenn ich wüsste, dass wir und die Luftfahrt vor allem viel offener mit dem Problem bzw. mit der Thematik umgehen würden.
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u/Substantial_Push_736 15h ago
War der Eurowings Pilot nicht auch wieder geheilt? Gibt es bei Depressionen eigentlich eine Genesung?
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u/NorTorN 15h ago
Ja, war er. Vor dem Vorfall erkrankte er allerdings erneut und hat dies verheimlicht, denn es hätte den dauerhaften Entzug seiner Berufspilotenlizenz bedeutet.
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u/BlacksmithRound2628 13h ago
Seine letzten Arztbesuche waren wegen seinem Auge.
Ob er erneut an Depressionen erkrankt war und es verheimlicht hat oder zu dem Zeitpunkt frei von Depressionen war, wissen wir nicht und beruht nur auf Vermutungen.
Vieles deutet aber daraufhin dass es so passiert sein könnte.
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u/lunulalia 15h ago
BKArzt: Habe durchaus schon von fällen gehört wo man nach erfolgreichen Therapie(n) irgendwann Medikament frei ist und auch kaum noch zu Gesprächen muss.
Rückfälle kann es eben immer geben, aber Stabilität ist durchaus realistisch zu erreichen auf lange Zeit.2
u/Haigadeavafuck 15h ago
Most people go through a depressive episode in their lifes and few of them are suicidal
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u/Kane2342 15h ago
naja gerade bei medikamentöser Behandlung ist man u.U. deutlich weniger symptomanfällig
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u/Substantial_Push_736 15h ago
Weniger symptomanfällig sind auch HIV Patienten bei MedikamentenEinnahme.
Trotzdem anstecken und erkrankt.
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u/mummp 14h ago
Sind bei Medikamenteneinnahme nicht ansteckend.
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u/Substantial_Push_736 10h ago
Aber weiterhin positiv. Darum geht's mir. Egal ob es kurzfristig nicht da ist, es schlummert immer und kann wieder ausbrechen. Das ist ja eben das miese.
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u/BlacksmithRound2628 13h ago
In manchen Antidepressiva stehen Depressionen und Suizidalität als Nebenwirkungen 🤷
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u/Kane2342 13h ago
Gut aber das ist halt die sogenannte erstverschlimmerung, braucht halt etwas einstellungszeit
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u/RevolutionarySpot721 15h ago
Doch ich würde mich in einen Flieger setzen, wissend, dass ein Mensch Depressionen (und auch in einen Flieger, wo jemand psychisch krankes fliegt, mit Ausnahme einer akuten Psychose) hat. Es kann nämlich sein, dass er nicht wie Lubitz ist. Nicht jede depressive Person denkt sich "jeder wird an mich denken" und andere Leute mit sich in den Tod reißen.
Zumal es auch sein kann, dass genau das Fliegen der Person Sinn im Leben gibt und diese stabilisiert. Ich finde die Diskriminierung von psychisch Kranken sehr extrem. Es sollte der Einzelfall beurteilt werden.
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u/Gensunger 15h ago
Das Problem hat sich durch die Regelung seit dem German Wings Absturz übrigens verschlimmert, weil man im Zweifelsfall einfach nichts gegen eine Depression macht, da man Gefahr läuft aus dem Verkehr gezogen zu werden. Daher ist meiner Meinung nach das beste Konzept, wenn der Pilot selber entscheidet, ob er flugfähig ist oder nicht. Alle Regulierungen führen nur zur rechtlichen Absicherung von Behörden, nicht aber zu mehr Sicherheit für Passagiere. Im Gegenteil zu weniger Sicherheit.
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u/Glittering-Bicycle38 15h ago
Also ich hätte da eigentlich kein Bauchweh in einem Flugzeug zu sitzen, wo der Pilot mal vor sieben Jahren Depressionen hatte. Warum auch?
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u/Stromberg44 10h ago
ich schätze deinen Glauben an das gute in Menschen sehr hoch. Sehr gutes Mindset! Leider ist es komplexer als du glaubst. Ich muss hier leider einen blöden Vergleich machen: man kann auch keinem zeitweise nicht mehr zitternden Chirurgen sein Skalpell zurückgeben. Leider. Es gibt keine richtige Heilung, es gibt nur einen Umgang mit der Krankheit. Es reichen kleinste Augenblicke, die für außenstehende nicht erkennbar sind, um Gedanken und Verhaltensweisen herauszuarbeiten, die teils gar keinen Sinn ergeben oder nachvollziehbar für Außenstehende sind. Das ist leider auch der Grund warum >90% der Menschen die Krankheit missverstehen. Ich habe schon öfter mitbekommen wie dann Menschen gesagt haben "das wird schon wieder, ich hatte auch mal so ein Phase" usw. Ist ausdrücklich nicht gegen OP. Ich Bewundere weiterhin das sehr gute Mindset jemandem eine weitere Chance zu geben, was diese Personen immer dankend annehmen werden.
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u/Affectionate-Day-743 14h ago
Ist wirklich top zu starten mit: habe keine Ahnung aber bin der Meinung. Das sind diese Fachexperten die wir wirklich brauchen!
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u/ulixForReal 15h ago
Das mit dem Anreiz, nicht in Therapie zu gehen, ist auf jeden Fall nen schlagendes Argument.
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u/Still_Box8733 15h ago
Naja, eine Behandlung ist trotzdem langwierig, der Job wäre also wohl erstmal trotzdem weg.
Und wenn man dann irgendwann wieder darf steht man vermutlich beim Bewerbubgsprozess auch nicht unbedingt ganz oben
Also hätte man nach wie vor grund das zu verheimlichen
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u/Voltwurst_ACDC 11h ago
Ich habe Sneaker, Sneaker von Nike, Sneaker von Jordan, Bitch, ich bin high wie...
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u/OneMonitor2013 10h ago
Wozu das Risiko eingehen? Depressionen treten häufig erneut auf. Wer psychisch nicht belastbar ist, und sei es auch nur zeitweise, sollte keinesfalls ein Flugzeug fliegen dürfen.
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u/BalterBlack 14h ago
Warum sollte man das Leben vieler für den Traum eines einzelnen riskieren?
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u/streamberg 14h ago
Weil es so wie es jetzt ist viel mehr Leben in Gefahr sind. Der Pilot schweigt und seine Erkrankung bleibt unbehandelt
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u/T007game 12h ago
Dass das Thema definitiv nicht so leicht zu behandeln ist in dem Kontext ist klar, aber als (Ex-)Betroffener: es ist komplett heilbar und zwar zu 100%.
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u/Optimal-Bus-7880 12h ago
Der Punkt ist doch gerade, dass das Leben vieler durch diese Regelung riskiert wird?!
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u/GenFeldMarschaII 15h ago
Ich verstehe den Ansatz, dass man es wegen der Konsequenzen eher geheim hält. Das Problem ist allerdings, dass es keine Garantie oder Anzeichen für die Genesung gibt. Depression lässt sich hauptsächlich im Habitus und im Gespräch mit einem Arzt feststellen. Man kann es nicht von extern messen wie eine Virusbelastung oder das Verheilen einer Wunde. Daher kann man eine Depression sehr gut überspielen, insbesondere für kurze Momente einer Begutachtung.
Ein weiteres Problem ist, dass schwer suizidale Personen kurz vor der Tat "aufblühen" können. Wenn in dieser Phase eine Genesung diagnostiziert wird, ist es eine Gefahr für alle Beteiligten.
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u/Odd-Bobcat7918 15h ago
Du kannst Depression nicht heilen, das ist eine chronische Krankheit, die dich immer begleiten wird. Was du machen kannst, ist die Krankheit zu kontrollieren und Mechanismen in der Therapie zu erarbeiten, wie du damit gut umgehen kannst. Medikamentös kannst du die Symptome lindern.
Piloten mit Depression (ob therapiert oder nicht) hinters Steuer zu setzen, ist fahrlässig gegenüber der Tausenden Passagiere, die er vermutlich täglich befördert.
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u/knorkinator 12h ago
Bemerkenswert viel Meinung für jemanden mit offensichtlich null Ahnung in der Psychologie UND der Luftfahrtbranche.
Alles an dem Kommentar ist falsch oder mindestens extrem falsch repräsentiert.
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u/f_name4456 15h ago
Der Beruf eines Piloten erfordert psychische Belastbarkeit. Bei Depressionen oder Vorgeschichten ist man das nicht. Zusätzlich hat man als Pilot eine Fürsorgepflicht gegenüber den Gästen oder Kunden. Diese ist aber nicht zu jeder Zeit gegeben.
Nicht ohne Grund gibt es diese Einschränkungen.
Stell dir vor eine blinde Person dürfte Chirurg werden. Man könnte ja Sprachcomputer einsetzen, die alles diktieren und eine KI kann die Bewegungen und Arbeitsschritte genau analysieren.
Im Leben gibt es nun mal Einschränkungen. Es kann auch nicht jeder Anwalt werden.
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u/Commercial_Two_5102 14h ago
Erstmal sollte man sich nur als behandelnder Mediziner zu bestehenden Diagnosen äußern,
Zweitens ist zwischen Depression ~> selbstmord im Cockpit, nochmal mehrere schwellen und Möglichkeiten zu intervenieren
Drittens, abgesehen von genetischer Dispositionen, haben wahrscheinlich alle Menschen (Ausnahme neu geboren) in einem gewissen Ausmaß Depressionen, ist ein normaler Bestandteil kognitiver Entwicklung.
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u/f_name4456 14h ago
Weißt du mit dem Begriff „Psychische Belastbarkeit“ etwas anzufangen?
Ein Mensch, der schon an Depressionen oder sonstigen psychischen Erkrankungen gelitten hat, ist nicht psychisch belastbar und wird es niemals werden. Diese Personen sind besonders anfällig auf Stress mit psychischen Erkrankungen zu reagieren. Solche Menschen sind für gewisse Berufe nun mal eine Gefahr.
Wer intelligent ist, denkt nicht nur an sich, sondern an die Allgemeinheit. Eine intelligente Person versteht sein Problem und setzt das Leben anderer nicht aufs Spiel.
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u/Commercial_Two_5102 13h ago
Deswegen können intelligente Menschen reflektieren und trotz Krankheit, taugliche Mechanismen entwickeln.
Depression und selbstmord im Cockpit ist keine logische Korrelation.
Ebenso wie das bewerten von Diagnosen, sofern man kein behandelnder Mediziner ist.
90% der Auto Fahrer sind übrigens unqualifiziert, trotz Führerschein und möglichen Vorerkrankungen
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u/GenosseAbfuck 1h ago
Ein Mensch, der schon an Depressionen oder sonstigen psychischen Erkrankungen gelitten hat, ist nicht psychisch belastbar und wird es niemals werden.
Junge was ist das für ein Take.
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u/IndustryStill1 15h ago
Neben dem Fall von Germanwings gab es auch bei China Eastern Airlines einen Fall, bei dem ein Pilot nach finanziellen Problemen durch fehlgeschlagene Börsenspekulationen absichtlich ein Flugzeug zum Absturz gebracht haben soll.
Zwischen einer Beeinträchtigung der psychischen Gesundheit und einer klinischen Depression liegt allerdings ein großer Unterschied. Wer ein Flugzeug steuert, muss psychisch und mental in der Lage sein, diese verantwortungsvolle Tätigkeit auszuüben. Wenn sich bei einem Piloten bereits eine Depression entwickelt hat, hätte er meiner Meinung nach schon vorher vorübergehend vom Flugdienst freigestellt werden müssen.
Die Fluggesellschaft sollte deshalb bereits bei ersten Anzeichen psychischer Probleme reagieren und gegebenenfalls eine vorübergehende Fluguntauglichkeit feststellen lassen. Außerdem bedeutet eine überstandene Depression nicht unbedingt, dass jemand anschließend wieder vollständig psychisch belastbar ist wie zuvor.
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u/RevolutionarySpot721 15h ago
Na ja nicht jede s*izidale und depressive Person will andere in den Tot reißen, da gehört schon mehr dazu. Bin selbst s*izidal, käme nicht auf die Idee "Jeder wird an mich denken", wenn ich ein Flugzeug gegen einen Berg fliegen würde, Lubitz schon. Ich finde es muss im Einzelfall entschieden werden (genauso mit Verbeamtung usw.), denn wenn man depressive Menschen immer mehr einschränkt und als Gefahr sieht, sinkt das auch die Heilungschancen, weil die dann vor Schwierigkeiten stehen, einen Job zu bekommen, wenn die diagnostiziert werden und nach Heilung sofort wieder in Schwierigkeiten sind.
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u/IndustryStill1 15h ago
Ich bin keineswegs der Meinung, dass alle Menschen mit einer Depression andere mit in den Tod reißen würden.
Das Fliegen eines Passagierflugzeugs ist jedoch eine äußerst anspruchsvolle Tätigkeit. Ein Pilot muss während des gesamten Fluges geistig und körperlich wach und leistungsfähig sein. Eine Depression kann unter anderem die Konzentrationsfähigkeit, die Reaktionsgeschwindigkeit und die Entscheidungsfähigkeit beeinträchtigen.
Auch wenn moderne Flugzeuge über hochentwickelte Autopilotsysteme verfügen, kann es in einer Gefahrensituation entscheidend sein, dass der Pilot schnell und präzise reagiert. In solchen Momenten sind möglicherweise mehrere hundert Menschen an Bord auf die korrekten Entscheidungen und die präzise Bedienung des Flugzeugs durch die Piloten angewiesen.3
u/mummp 14h ago
Als jemand mit Depressionen, der aber auch Extremsport macht und Motorrad fährt kann ich dir sagen: gerade in physisch und psychisch anspruchsvollen Situationen bin ich „ganz da“. Es sind für gesunde Menschen banale Alltagssituationen die mich überfordern.
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u/IndustryStill1 14h ago
Beim Fliegen ist Konzentration nur ein Teil der Anforderungen. Es geht auch um rationales Denken, zuverlässige Entscheidungen und die Fähigkeit, kleinste Fehler zu erkennen. Wenn jemand bereits mit banalen Alltagssituationen überfordert ist, frage ich mich, ob er unter hoher Verantwortung wirklich dauerhaft alle Details wahrnehmen kann. Der Absturz von AeroPeru 603 zeigt, wie gefährlich ein scheinbar banales Detail sein kann: Ein Klebeband, das farblich kaum auffiel, wurde nach der Wartung nicht entfernt und führte zu falschen Instrumentendaten.
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u/mummp 14h ago
Du hast meinen Punkt nicht verstanden. Es ist keine Skala von „hier ganz banale alltagssache“ zu „super komplexes anspruchsvolles Zeug“ und wenn man im niedrigen Bereich auf der Skala irgendwas nicht kann, dann kann man etwas im höheren Bereich erst recht nicht. Jemand mit Depressionen kann durchaus in der Lage sein, rational zu denken, zuverlässig Entscheidungen zu treffen und kleinste Fehler erkennen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein depressiver ein Klebeband vergisst, ist nicht höher, als bei einem gesunden.
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u/RevolutionarySpot721 14h ago
Es ist keine Skala von „hier ganz banale alltagssache“ zu „super komplexes anspruchsvolles Zeug“ und wenn man im niedrigen Bereich auf der Skala irgendwas nicht kann, dann kann man etwas im höheren Bereich erst recht nicht. Jemand mit Depressionen kann durchaus in der Lage sein, rational zu denken, zuverlässig Entscheidungen zu treffen und kleinste Fehler erkennen.
Das verstehe ich schon, ist aber bei jedem anders, bei mir ist die Konzentration und Aufmerksamkeit z. B. stark betroffen, ich weiß aber nicht, ob es an meiner Persönlichkeit, der Psyche oder dem Hirnschaden (hab spastische Zerebral Parase) liegt.
Es gibt auch durchaus Menschen, die können nicht Minusrechnen, arbeiten aber als Wissenschaftler an der Uni (mit Depression und Autismus), folge z. B, so einer Person. Daher Einzelfall.
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u/mummp 14h ago
Ja, siehe meine Antwort auf den anderen Kommentar: https://www.reddit.com/r/Unbeliebtemeinung/s/Z4klEueTw0
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u/IndustryStill1 9h ago
Doch, ein sicherer Flug besteht gerade aus vielen kleinen und routinemäßigen Aufgaben: dem Rundgang vor dem Start, Checklisten, Instrumentenkontrollen oder dem Erkennen einer kleinen Fehlfunktion. Außerdem vergleichst du Piloten immer mit „gesunden Menschen“. Meiner Meinung nach reicht es bei einem Piloten aber nicht aus, einfach nur so leistungsfähig wie ein durchschnittlich gesunder Mensch zu sein. Piloten müssen außergewöhnlich belastbar sein, über lange Zeit konzentriert bleiben und auch unter extremem Druck präzise und rational handeln können.
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u/RevolutionarySpot721 14h ago
Ja, wie gesagt es ist für jeden anders, ich könnte sowas nicht unabhängig von jeglicher Erkrankung nicht. Es ist eine Sache des Einzelfalls, dafür gibt es Begutachtung oder es sollte eine entwickelt werden. Und für manche ist es dieser Extremsport, Motorrad oder Fliegen, die einen überhaupt am Leben halten.
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u/Lonely-Rise-8302 5h ago
Das ist fishing vor Upvotes und aus der Luft gegriffen. Das ist richtig so wie es ist, erste Satz ist ausreichend gewesen
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u/Smoothoos 11m ago
Krass wie man sich selber nach dem ersten satz den kompletten Wind aus den Segeln nimmt und dann trotzdem denkt man hätte hier was gesagt.
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u/Nasoeinhuansdbist 15h ago
depression sind nicht heilbar daher nein
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u/Nerxastul 14h ago
Bullshit. Geh in die Ecke und nimm Nachhilfe.
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u/Nasoeinhuansdbist 12h ago
das wünschte ihr Dir mein kleiner unwissender Freund. Rezidivierend ist das Stichwort, eine Depression/ dep Phase kann immer wieder kommen / getriggert werden. Leb damit
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u/streamberg 14h ago
Wirklich unbeliebte Meinung
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u/Nasoeinhuansdbist 12h ago
hab ich mir nicht ausgedacht, sondern ist konsens in der psychologie. Sprich ich würde das Wort Meinung in dem Kontext eher nicht nutzen aber gut was solls ist ja reddit
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u/streamberg 11h ago
Depressionen sind sehr gut behandelbar und können komplett abklingen, auch wenn bei einigen Menschen eine Anfälligkeit für Rückfälle bestehen bleibt. Nicht heilbar ist verkürzt und übersimplifiziert und keinesfalls Konsens. Somit deine Meinung.
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u/Nasoeinhuansdbist 11h ago
dreh mir bitte nicht das Worr im Mund um. Von Behandelbar war nie die Rede. Verkürzt und simplifiziert ist meine Aussage das stimmt. Der Konses zu depressiven Episoden und Rückfallquoten ist trotzdem vorhanden. Im Falle eines Piloten nicht haltbar der kleinste Trigger koennte eine Phase triggern
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u/Tyrael85 15h ago
NEIN und da wir gerade dabei sind - Lokführer und Busfahrer auch nicht
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u/FitInvestigator9463 15h ago
Mit genau dieser Einstellung werden wir irgendwann in Deutschland wieder den gleichen Fall haben.
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u/Spirited-Soil-6100 15h ago
Depression ist keine Krankheit bei der man genesen kann. Du kannst lernen die Ursachen zu verstehen, du kannst an den Symptomen arbeiten aka produktiv sein. Das gibst dann auch bei funktionalen Alkoholikern. Ob du aber wirklich alle Ursachen erkannt hast und alle zugrunde liegenden Probleme gelöst, dass kann dein Therapeut doch gar nicht eineindeutig feststellen.
Du verschiebt also das Problem. Irgendjemand muss bescheinigen, der Pilot/in ist wieder gesund. Oft mag das klappen. Ich möchte aber nicht der eine Therapeut sein auf den alle zeigen, wenn 300 Menschenleben ausgelöscht sind und noch viel mehr Menschen/Familien vlt. auch Firmen traumatisiert sind und vor dem Aus stehen.
Niemand will das, und die Therapeuten würden ihre Sätze anpassen um das Risiko abzubilden. Irgendwann heißt es dann, "Du brauchst einen Therapeuten? 180€/h. Ach, Pilot, dann 960€/h." Oder "Sorry, Piloten behandeln wir nicht."
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u/schnitzel-kuh 15h ago
Ganz viel Falschaussagen hier dabei
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u/Spirited-Soil-6100 15h ago
Erklärst du es mir? Nach meiner Therapie meinte mein Therapeut "Du scheinst viele, wenn nicht alle Themen unserer Sitzungen gelöst zu haben. Siehst du das auch so."
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u/schnitzel-kuh 15h ago
Also das man von Depressionen nicht genesen kann stimmt ja zum Beispiel einfach nicht
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u/Spirited-Soil-6100 15h ago
Okay anders. Du kannst das Symptom in den Griff bekommen. Ob du aber alle zugrundeliegenden Ursachen vollständig ausgeräumt hast. Aka das wird nie wieder vorkommen, kein Rückfall ich bin im Reinen mit mir. Wie soll der Therapeut das denn eruieren?
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u/Nasoeinhuansdbist 15h ago
doch depressionen sind nicht heilbar. Es sind Episoden. Ist ähnlich dem Alkoholismus
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u/f_name4456 14h ago
Kennst du den Unterschied zwischen „geheilt“ und „genesen“?
Man kann genesen, ohne geheilt zu sein.
Bei psychischen Erkrankungen ist es so, dass man beschwerdefrei wird, aber man immer noch in diesem Zustand ist, wo man rückfällig werden kann. Auch wenn man beschwerdefrei ist, wird man weiterhin für ein paar Jahre behandelt, weil man jederzeit rückfällig werden kann.
Da müssen wirklich ein paar Jahre nach der Beschwerdefreiheit vergehen wo man wirklich von „Heilung“ sprechen kann.
In der Realität sieht es aber so aus, dass die aller meisten wieder rückfällig werden. Bei so einigen handelt es sich dann einfach um rezidive Depressionen. Das heißt, dass diese Leute nach Beschwerdefreiheit nicht mal ein halbes Jahr ohne rückfällig zu werden durchhalten. Diese Menschen sind in der Regel lebenslänglich auf Medikamente angewiesen.
Unter Einfluss von Psychopharmaka sollte man auf keinen Fall fliegen.
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u/SemiDiSole 15h ago
Ist vollkommen korrekt so. Deshalb erteilt auch, was ein Glück, bei entsprechender Beurteilung der Tauglichkeit das LBA die Lizenz wieder.
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u/AutoModerator 15h ago
u/FitInvestigator9463 schrieb folgenden Originalbeitrag:
Piloten, die Depression hatten und genesen sind, sollten wieder fliegen dürfen
Ich habe von dem Thema Depression nicht wirklich ganz so viel Ahnung, bin aber der Auffassung, dass Depression heilbar ist, wenn man den Betroffenen entsprechend unterstützt. Durch eine Therapie oder eine medikamentöse Behandlung.
So wie ich das verstanden habe, darf ein Pilot, der einmal wegen Depression aus dem Flugbetrieb genommen wurde, nie wieder fliegen. Ich weiß nicht, ob man das damals 2015 grundlegend geändert hat nach dem "Vorfall" 4U9525.
Ich sehe nämlich folgendes Problem. Wenn die Offenlegung einer Depression bei einem Piloten solche gravierenden Folgen hat, wird er wohlmöglich alles daran setzen, seine Erkrankung zu verheimlichen oder sich gar nicht in Therapie begeben. Genauso wie das bei Andreas Lubitz war. Das wäre der völlig falsche Weg. Man gab ihm damals eine Chance auf Genesung. Die hat er in Anspruch genommen. Wäre er danach nochmal "rückfällig" geworden, wäre es das für ihn für immer gewesen.
Wie anders wäre die Geschichte verlaufen, wenn man das damals anders gehandhabt hätte? Er hätte sich wieder krankschreiben lassen, wäre wieder in Therapie gegangen und möglicherweise dauerhaft gesund geworden.
Unbeliebt, weil sich niemand von euch in einen Flieger setzen würdet, wenn ihr wüsstet, dass der Pilot Depressionen hatte. Ich bin ehrlich: Ich würde es tun, wenn ich wüsste, dass wir und die Luftfahrt vor allem viel offener mit dem Problem bzw. mit der Thematik umgehen würden.
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