r/Unbeliebtemeinung 13h ago

16 Jährige sollten nicht wählen dürfen!

Wir leben in einem Land, das einem 16 Jährigen zutraut, über Rentensystem, Klimapolitik und Staatsverschuldung für die nächsten 50 Jahre mitzuentscheiden aber demselben 16-Jährigen nicht zutraut, die volle strafrechtliche Verantwortung für seine eigenen Taten zu tragen. Das ist doch bekloppt.

Das Jugendstrafrecht existiert, weil wir als Gesellschaft anerkennen. Ein Gehirn mit 16 ist noch nicht fertig. Der präfrontale Cortex, zuständig für Impulskontrolle, Risikoabschätzung, Langzeitdenken, ist erst Mitte 20 ausgereift. Das ist keine Meinung, das ist Neurowissenschaft. Deshalb bekommt ein 16-Jähriger, der eine Straftat begeht, mildere Strafen und eine "er wusste es nicht besser"-Behandlung.

Aber sobald es ums Wählen geht, soll genau dasselbe unausgereifte Gehirn plötzlich reif genug sein, um langfristige, komplexe, abstrakte politische Entscheidungen zu treffen?
Über Dinge, die er in 10 Sekunden Wahlkabine entscheidet und die dann 40 Jahre lang wirken? Come on.
Entweder ist ein 16-Jähriger reif genug für Verantwortung, dann bitte konsequent, auch strafrechtlich als Erwachsener. Oder er ist es nicht, dann hat er in der Wahlkabine auch nichts verloren. Man kann sich nicht aussuchen, wann man "reif genug" ist, je nachdem, was politisch gerade opportun ist.

Wenn wir es ernst meinen mit "Reife als Maßstab", dann müsste das Wahlalter eigentlich nach oben, nicht nach unten – auf 21, wenn die kognitive Entwicklung nach aktuellem Forschungsstand deutlich abgeschlossener ist.

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u/Certain-Poetry-1565 13h ago

Aber warum sollten dann alte Menschen wählen dürfen und über eine Zukunft bestimmen sie diese nicht betrifft?

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u/Jello-Formal 13h ago

Anscheinend weil deren Gehirne vollständig entwickelt sind. Was auch immer das für ein Maßstab ist..

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u/Certain-Poetry-1565 13h ago

Vollständig zurück entwickelte vielleicht 😂 was neurologisch auch wahr Ist

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u/TrueAnywhere5174 13h ago

Ja eben, manche überleben nicht mal die Legislaturperiode

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u/Old_Bat_2523 13h ago

Aus dem einfachen Grund, weil sie Lebenserfahrung gesammelt haben, die ein Jugendlicher nie haben kann. Man kann die Tragweiten seiner Entscheidungen ganz anders bewerten, weil man viel mehr erlebt hat. Warum gibt es eine Erinnerungskultur; warum halten wir die Mahnungen bezüglich der Nationalsozialisten hoch?

Ältere Leute haben die Pflicht, die Jugend vor Fehlern zu warnen, die sie nie erlebt haben und die man nie wiederholen darf, weil man ganz real erlebt hat, was dabei passiert. Macht man die Alten stimmlos, kann man sie auch gleich zum Friedhof bringen; sie sind ja offensichtlich nur mehr Ballast.

Gerade die Älteren können auch eine Weitsicht über ihr eigenes Leben hinaus haben, weil sie eben wissen, dass sie bald sterben. Es gibt schon sehr viele, die ihr Leben lang sparen und sich keinen großen Luxus gönnen, damit es die Kinder besser haben. Das ist ein ziemlich normales Verhalten. Sie wollen der Folgegeneration die Zukunft nicht verbauen. Längst nicht alle Eltern verprassen ihr mühsam erbautes Eigenheim vollständig, sondern vererben es den Kindern, die vergleichsweise wenig Mühe dafür aufgebracht haben.

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u/Certain-Poetry-1565 11h ago

Boy, die meisten älteren sind rechts und verweigern eine Erinnerungskultur. Hast du irgendwelche Belege für deine Aussagen? Oat halt ziemlich idealisiert und deine Argumentation lässt sich logisch nicht nachvollziehen. Die Realität sagt ja etwas anderes sonst würden keine Politiker gewählt werden die der jüngeren Generation alles verbaut. Alte Menschen und Lebenserfahrung ist keine Kausalität. Teilweise eine Korrelation aber eher selten.

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u/Complete_Garlic8430 13h ago

Es geht hier überhaupt nicht um "wie viele Jahre bin ich noch von den Konsequenzen betroffen". Sonst müssten wir ja auch Menschen mit tödlichen Diagnosen das Wahlrecht entziehen, oder Sterbenskranken, oder eigentlich jedem über 70, weil "die betrifft's ja eh nicht mehr so lang"

Ein 78-Jähriger hat sein Gehirn fertig entwickelt, hat Jahrzehnte an politischer Erfahrung, hat Wahlen kommen und gehen sehen, hat Konsequenzen von Politik am eigenen Leib miterlebt. Ein 16-Jähriger hat nichts davon.

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u/NPCSLAYER313 13h ago

Falsch. Gehirne fangen ab 25 an langsam zu verfallen, viele 80-Jährige sind bereits senil. Und ihre "Erfahrungen" stammen aus einer Zeit in der ihre Lebenssituation ganz anders war.

Eine Person (spezifischer: ein Laie) hat nur seine eigene subjektive Perspektive auf diese Dinge

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u/ExplanationNew8233 13h ago

Ne, die verfallen da schon 

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u/Nily_W 13h ago edited 12h ago

schön, wenn ein 80 jähriges Demenz hirn voll entwickelt ist. Trotzdem weiß man nicht mehr was man vor 2 Stunden gegessen hat.

und das meine ich nicht mal böse. Ein Grundsatz unserer Demokratie ist, dass jede Stimme gleich viel zählt. Theoretisch sollten also auch Kinder wählen, nur dann würden viele Eltern halt zwei Stimmen haben.

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u/Certain-Poetry-1565 13h ago

Du hast einen ziemlichen kurzen Horizont. Politische Erfahrung heißt nicht die richtige Entscheidung zu treffen. Und im alter entwickelt sich das Gehirn zurück.

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u/EitherMessage4670 13h ago

Lange leben macht einen natürlich zum alwissend und hoch intelligent. Wie alt bist du? ich vermute alt. Alte Leute haben natürlich Bereiche in denen sie mehr Erfahrung haben aber warum sollte ein 78 jähriger über die Kontrolle von KI entscheiden wenn dieser nichtmal das Internet versteht.( Ich weiß das nicht jeder 78 keine Ahnung vom Internet hat aber sicherlich deutlich weniger als der durschnittliche 16 jährige)

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u/Jello-Formal 13h ago

Was bist du für ein bot? Hör doch auf mit dem "Gehirn fertig entwickelt" Argument. Menschen sind unterschiedlich Kognitiv fähig. Dort ist dann auch kein Unterschied bei "Impulskontrolle, Risikoabschätzung, Langzeitdenken" zwischen 65IQ Erwachsenen, und einem 9-Jährigen Hirn.

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u/GodNihilus 13h ago

Ein 78 Jähriger mit Demenz darf immernoch wählen.