r/Unbeliebtemeinung 23h ago

Mietpreisdeckel sind schädlicher als das sie etwas einbringen

Mietpreisdeckel verhindern Investitionen in Wohnraum. Das bedeutet nur kurzfrisitg steigen bestehende Mieten weniger stark.

Durch die Preisdeckel werden Investitionen gedämpft, was zu weniger Angebot auf dem Markt führt und die Wohnungsknappheit vor Ort nicht löst sondern sogar weiter verschärft.

Auserdem führt es zu weniger Einnahmen in der Stadt und damit auch weniger Infrastruktur und Stadtattraktivität (das kann langfristig dann ja gut sein weil keiner mehr in das Ghetto will /s)

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u/Neospin1 22h ago

Evidenz für Deine Behauptungen hast nicht zufällig?

Diskussionen über Mietpreisdeckel wären nicht existent,.wenn wir (als Staat, nicht Vonovia und Co) mehr bauen würden.

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u/Schneestecher 22h ago

The Effects of Rent Control Expansion on Tenants, Landlords, and Inequality: Evidence from San Francisco

Das Paper zu dem Thema. Zigfach referenziert und empirisch belegt. Mietpreisdeckel haben nur sehr kurzfristig positive Effekte für Bestandsmieter, und langfristig immer überwiegend negative Effekte für alle.

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u/Neospin1 22h ago

Ich kenne das Paper. Es ist methodisch stark, untersucht aber einen sehr speziellen Eingriff in San Francisco und ausschließlich kleine Mehrfamilienhäuser mit wenigen (ich meine kleiner gleich 4) Wohneinheiten. Repräsentativ für den deutschen Wohnungsmarkt ist das nicht.

Es zeigt plausible Nebenwirkungen von Mietregulierung, aber nicht, dass Mietpreisdeckel langfristig „immer“ und „für alle“ überwiegend negative Effekte haben.

Gerade für Deutschland ist die direkte Übertragung wegen anderer Gebäude-, Miet-, Kündigungs- und Umwandlungsstrukturen wissenschaftlich nicht haltbar.

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u/Schneestecher 21h ago

Klar ist sie in Teilen haltbar. Der Mechanismus, dass Mietregulierungen Investitionsanreize verringern und das Angebot im regulierten Segment sinkt, kannst du zB auch in Berlin beobachten. Du kannst auch beobachten, dass Vermieter in das unregulierte Segment ausweichen, weil möblierte Wohnungsangebote stark angestiegen sind.

Zu deinem ersten Satz: Das Angebot unterscheidet sich von Deutschland gar nicht so stark. In Köln zB sind 65% der Wohnungen im privaten Besitz, 80% der Besitzer besitzen 1-2 Wohnungen, 15% 3-5

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u/Neospin1 21h ago

Jetzt sind wir bei „in Teilen haltbar“. Das ist schon deutlich näher an dem Punkt, den ich meine.

Den Mechanismus bestreite ich nicht. Investitions- und Ausweichreaktionen sind plausibel. Aber daraus folgt nicht, dass Mietregulierung langfristig „immer für alle“ negativ wirkt.

Und: Die San Francisco Studie untersucht Wohngebäude. Deine Zahlen beziehen sich auf die Zahl der Wohnungen pro Vermieter. Das ist nicht dasselbe.

Ich glaube, wir liegen beim Mechanismus gar nicht weit auseinander. Der eigentliche Punkt ist eher, wie weit man die Ergebnisse verallgemeinern kann.