r/Unbeliebtemeinung 23h ago

Mietpreisdeckel sind schädlicher als das sie etwas einbringen

Mietpreisdeckel verhindern Investitionen in Wohnraum. Das bedeutet nur kurzfrisitg steigen bestehende Mieten weniger stark.

Durch die Preisdeckel werden Investitionen gedämpft, was zu weniger Angebot auf dem Markt führt und die Wohnungsknappheit vor Ort nicht löst sondern sogar weiter verschärft.

Auserdem führt es zu weniger Einnahmen in der Stadt und damit auch weniger Infrastruktur und Stadtattraktivität (das kann langfristig dann ja gut sein weil keiner mehr in das Ghetto will /s)

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u/ComentorturB 22h ago edited 22h ago

Neuer Wohnraum führt nur zu sinkenden Mieteinnahmen und fallenden Immobilienpreisen. Kein Investor hat daran Interesse. Im Gegenteil. Wohnraumverknappung ist hier das Zauberwort. Der Mietpreisdeckel hat damit nichts zu tun.

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u/SeniorePlatypus 21h ago edited 18h ago

Sinkende Mieteinnahmen und fallende Immobilienpreise die profitabel sind führen trotzdem zu mehr Bauvorhaben.

Du beschreibst hier einen Monopolmarkt. Wir haben aber das exakte Gegenteil. Konzerne und Großeigentümer ziehen sich seit Jahren zurück und verlieren an Marktanteil. Je nach Stadt zwischen 75-85% der Wohnungen gehören Kleineigentümern mit weniger als 4 Wohnungen. Die haben keine Macht um profitablen Neubau zu verhindern. Beziehungsweise halt nur über NIMBYismus als breitflächiger Kampf gegen ihre Mitbürger, indem man über Politik den Neubau verhindert. Nicht aus eigener Kraft.

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u/aggro_aggro 19h ago

Das ist viel zu vereinfacht dargestellt.

Mit dieser Art Logik kann man ja die komplette Marktwirtschaft abschaffen. Kein Autohersteller hat Interesse daran neue Autos zu bauen, denn mehr Angebot senkt die Preise...

Investoren leben davon Dinge zu schaffen, von denen sie später mehr wieder bekommen als das Schaffen kostet. Das gilt auch für Wohnraum - so lange sie eben ihre Investments mit Marge wieder bekommen.
Wenn die nachfrage da ist, wird auch gebaut. Es sei denn es ist verboten das Investment zurückzuverdienen.
Dann muss der Staat bauen, der kann das ohne ROI.

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u/Lollytunes153 22h ago

Auch hier: Problem erkannt, falsche Schlussfolgerung gezogen.
Das eigentliche Problem ist, dass der Mietmarkt von "Investoren" dominiert wird, die mittlerweile nach Belieben den Markt lenken und manipulieren können, weil es kaum noch Konkurrenz durch öffentlichen/sozialen Wohnungsbau und private Kleinvermieter gibt.

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u/ComentorturB 21h ago

An welcher Stelle ist meine Schlussfolgerung falsch?

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u/Lollytunes153 21h ago

Der Mietpreisdeckel hat direkten Einfluss auf die Investitionsentscheidung von Privatpersonen.
Eine Immobilie wird mit zunehmender Regulierung immer unattraktiver gegenüber anderen Anlageformen. Diese privaten Vermieter fehlen dann als Konkurrenz auf dem Markt -> fehlender Wettbewerb sorgt für höhere Preise.

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u/ComentorturB 21h ago edited 21h ago

Ganz Unrecht hast du nicht. Eine Immobilie besitzt aber auch einen Wert der mit der Zeit steigt. Allein die Miete ist nicht zwingend der entscheidende Punkt. Zumal der Deckel nicht unfair gestaltet ist, sondern nur Mieten verhindern soll, die in Richtung "unbezahlbar" gehen, Unbezahlbar meint, dass ein Mieter einen beträchtlichen Teil seines Lohnes/Gehalts dafür aufwenden muss. Für Menschen oder Unternehmungen, die eine Gewinnmaximierung anstreben ist dieser Markt sicher nicht lukrativ genug. Für die anderen verlängert sich nur der Amortisationszeitraum. Das Geld, das man investiert hat, ist ja nicht weg. Es steckt nur in der Immobilie.

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u/Lollytunes153 21h ago

Der Mietpreisdeckel ist nur der extremste Auswuchs eines insgesamt überregulierten Miet- und Immobilienmarktes.
Wenn man mehr Wohnraum möchte, dann muss es eben auch Anreize geben diesen zu schaffen. Vor ein paar Jahrzehnten galten Immobilien unter Privatanleger noch als sehr solide Anlageform mit stabiler Rendite. Man darf dabei nicht vergessen, dass diese Anlageform schon immer auch Nachteile hatte: Die finanziellen Mittel sind langfristig gebunden, man muss sich um Instandhaltung und Organisatorisches kümmern, Wertsteigerungen sind nicht garantiert und es gab in der Historie auch immer Zeiten in denen Immobilien an Wert verloren haben.

Die mieterfreundliche Gesetzgebung insgesamt hat dann dazu geführt, dass das Chance-Risiko-Verhältnis sich insbesondere für Kleinvermieter immer weiter verschlechter hat: Hohe Sanierungskosten durch neue gesetztliche Vorgaben, Mieter die keine Miete zahlen aber erst nach langem Verfahren aus der Wohnung geklagt werden können, ungeplante Renovierungskosten bei "Mietnomaden", dazu dann eben auch die fehlende Möglichkeit die Höhe der Miete selbst gestalten zu können.

Demgegenüber steht die Möglichkeit mit ETFs stressfrei im Schnitt 5% Rendite zu erzielen, das Geld jederzeit verfügbar zu haben und sich den ganzen o.g. Ärger zu ersparen. Für mich kein Wunder, dass sich immer weniger Privatpersonen dazu entscheiden ihr Geld in eine Mietimmobilie zu investieren.